Donnerstag, 25. Februar 2021

Altmaier diskutiert beim virtuellen Gebäudetag „Building the Future“

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier nimmt heute am virtuellen Gebäudetag teil. Unter dem Titel „Building the Future“ werden die Programme und Umsetzung für den Gebäudebereich vorgestellt und mit Akteuren der Energiewende über die Zukunft des Gebäudesektors diskutiert.

Denn die Zielsetzung der deutschen Energie- und Klimapolitik ist ehrgeizig: 2050 soll der Gebäudebestand klimaneutral sein. Die Energiewende braucht offene Technologiepfade, Bezahlbarkeit und Akzeptanz. Das Energiesystem der Zukunft wird sich von dem heutigen grundsätzlich unterscheiden. Ein hohes Maß an Versorgungssicherheit, Dekarbonisierung, wirksame Klimaschutzmaßnahmen und eine wirtschaftlich tragfähige Energieversorgung geben dabei den Rahmen vor. Voraussetzung für einen nachhaltigen Erfolg der Energiewende ist, dass Deutschland ein wettbewerbsfähiger Industriestandort bleibt.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier: „Der Gebäudesektor ist ein wichtiger Faktor für das Gelingen der Energiewende. In der aktuellen Legislaturperiode haben wir auch für diesen Bereich zahlreiche Maßnahmen für mehr Energieeffizienz und Klimaschutz beschlossen und für 2021 fast sechs Milliarden Euro bereitgestellt zur Finanzierung von neuen Bundeszuschüssen für Haus- und Heizungsmodernisierungen. Das ist gut für das Klima und gut für die Konjunktur, denn Investitionen in die Gebäudeeffizienz kommen konkret beim Handwerk vor Ort an. Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Die förderbedingten CO2-Einsparungen verdoppeln sich im Vergleich zu früheren Untersuchungen auf 14 Millionen Tonnen bis 2030. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Erreichung unserer Klimaziele.“

An dem virtuellen Gebäudetag nehmen u.a. auch der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Andreas Feicht, Dr. Ingrid Hengster (Vorstand Inlandsförderung der KfW), Torsten Safarik (Präsident des BAFA) und Akteure aus dem Bereich Immobilienwirtschaft, Baugewerbe und Handwerk teil.

Nähere Informationen zur Förderung der Gebäudeenergieeffizienz:

Die Summe der Anträge für die Gebäudeeffizienzprogramme des BMWi hat sich aufgrund der verbesserten Förderbedingungen von 2019 auf 2020 fast verdoppelt – von 326.000 in 2019 auf 600.000, getrieben durch die Entwicklung bei Anträgen für den Einbau von Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien, mit einer Erhöhung in dem vom BAFA durchgeführten Teil des Programms von ca. 76.000 Anträgen in 2019 auf über 280.000 Anträge in 2020. Knapp zwei Drittel der Anträge wurden hier im Rahmen einer Sanierung gestellt.

Die Ölaustauschprämie entfaltet dabei ihre Wirkung: 110.000 Anträge zum Austausch gegen Heizanlagen auf Basis erneuerbarer Energien gingen ein. Bei den geförderten Heizungstechnologien liegt die Wärmepumpe mit 144.000 Anträgen an der Spitze, gefolgt von Biomasseanlagen (96.000) und Solarthermie (58.000). Auf Gashybridheizungen entfielen 37.000 Anträge.

Im CO2-Gebäudesanierungsprogramm bei der KfW gab es in 2020 eine knappe Verdoppelung der Zusagen für Komplettsanierungen zum Effizienzhaus auf 20.000 (2019: 11.000); die bewilligten Einzelmaßnahmen stiegen auf 105.000 (2019: 81.000). Die geförderten Neubauprojekte haben sich deutlich auf 93.000 erhöht (2019: 44.000).

Die Anfang 2021 gestarteten „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) bringt weitere Verbesserungen. Hier bündelt die Bundesregierung ihre bisherigen Programme zur Förderung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien im Gebäudebereich, entwickelt sie weiter und bringt den Klimaschutz deutlich voran. In 2021 stehen fast sechs Milliarden Euro zur Finanzierung von neuen Bundeszuschüssen für Haus- und Heizungsmodernisierungen über die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude bereit.

Die BEG enthält eine Reihe von Verbesserungen: Förderanträge und Abwicklung werden noch einfacher, die Anreize weiter geschärft und noch stärker auf unsere energie- und klimapolitischen Ziele ausgerichtet. Zum 1. Januar 2021 ist mit den Einzelmaßnahmen der erste Teil der BEG bereits in Kraft getreten. Der zweite Teil folgt im Juli 2021. Für die BEG konnte Ende 2020 die Bestätigung der EU-Kommission erlangt werden, dass die Förderung beihilfefrei erfolgen kann. Auch dies wird die Praxis weiter erleichtern.

Die förderbedingten CO2-Einsparungen verdoppeln sich im Vergleich zu früheren gutachterlichen Untersuchungen aufgrund der steigenden Abrufzahlen der Förderprogramme auf 14 Mt bis 2030. Dazu kommen CO2-Einsparungen von 3 Mt aus der steuerlichen Förderung der Gebäudesanierung. Von der seit Januar 2021 geltenden CO2-Bepreisung für die Sektoren Verkehr und Wärme werden weitere, zusätzliche Impulse für Investitionen in Energieeffizienz und Erneuerbare Energien auch im Gebäudesektor erwartet.

 

Bericht: BUNDESMINISTERIUM FÜR WIRTSCHAFT UND ENERGIE

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