Bundespolizei

Falsches Opfer ausgesucht – Taschendiebfahnderin unsittlich belästigt

Ein 40-jähriger Rumäne hat am Donnerstagmittag (4. Juli) einer Bundespolizistin in zivil zunächst “zweideutige Komplimente” gemacht und ihr anschließend an das Gesäß gefasst.

Im Münchner Hauptbahnhof sprach der Mann die junge Frau an und machte ihr zweideutige Komplimente. Als sie dem Mann deutlich machte, dass sie dies nicht möchte, fasste er ihr an das Gesäß und ergriff die Flucht. Nach wenigen Metern holte die Fahnderin den 40-Jährigen aber ein und hielt ihn bis zum Eintreffen der uniformierten Kollegen fest.

Auf dem Weg zur Dienststelle beleidigte der 40-Jährige die Einsatzkräfte zunächst verbal und versuchte einen Beamten mit einem Kopfstoß zu verletzen. Nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft wurde der Rumäne dem Haftrichter vorgeführt.

Gegen den bereits polizeibekannten Mann wurde ein Ermittlungsverfahren wegen sexueller Belästigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie Bedrohung und Beleidigung eingeleitet. Ermittlungen ergaben zudem, dass der Mann am Vormittag bereits mehrere Reisende belästigt und eine Mitarbeiterin der Deutschen Bahn bedroht haben soll.

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Foto: Symbolbild

“Nichts dabei gedacht” – Mit Seitenspiegel Hand eines Kontrollbeamten verletzt und weitergefahren

Eine 69-jährige Pkw-Fahrerin hatte Mittwochnacht (3. Juli) wohl überhaupt kein Interesse daran, von der Bundespolizei am Grenzübergang Oberaudorf angehalten zu werden. Mit offenkundig überhöhter Geschwindigkeit fuhr die Frau auf die Kontrollstelle in Richtung Österreich zu. Die Anhaltezeichen eines Beamten, der sie auf ihre gefährliche Fahrweise ansprechen wollte, missachtete sie und fuhr ungebremst weiter. Dabei traf sie mit dem Seitenspiegel ihres Porsches die Hand des Bundespolizisten. Der Beamte wurde hierdurch im Bereich des Handballens und an einem Finger leicht verletzt.

Scheinbar unbeeindruckt setzte die Fahrzeugführerin trotz dieses Zwischenfalls, der auch ihr nicht entgangen sein dürfte, die Fahrt fort. Im Rahmen der grenzüberschreitenden Nacheile nahm die deutsche Bundespolizei die Verfolgung auf. Der Wagen mit Münchner Kennzeichen konnte in Niederndorf auf österreichischem Staatsgebiet gestoppt werden. Beamte der verständigten Polizeiinspektion Kufstein nahmen die Kontrolle der 69-Jährigen vor.

Auf den Kontrollversuch auf deutscher Seite angesprochen gab sie sich ahnungslos: Zwar hätte sie den Aufprall schon wahrgenommen, aber dabei habe sie sich schlicht nichts gedacht. Für diese Form der Ignoranz interessiert sich die zuständigkeitshalber eingeschaltete Bayerische Landespolizei . Gegen die Frau, die in München gemeldet ist, wird wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort und fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.