Bundespolizei

Gesuchte Rumäninnen gefunden

Am Sonntag (9. Juni) hat die Bundespolizei am Grenzübergang Hörbranz (BAB 96) zwei per Haftbefehl gesuchte rumänische Staatsangehörige gestoppt. Eine der Frauen musste wegen mehrerer Diebstähle hinter Gitter, die andere wegen Betruges ihre ausstehenden Justizschulden zahlen. Gegen beide lag jeweils noch eine weitere Fahndungsnotierung vor.

Lindauer Bundespolizisten kontrollierten am Abend die rumänische Fahrerin eines in Deutschland zugelassenen Wagens. Bei der Fahndungsüberprüfung stellten die Beamten fest, dass gegen die 32-Jährige seit Februar ein Untersuchungshaftbefehl des Amtsgerichts Augsburg wegen besonders schweren Falls des Diebstahls vorlag. Der Frau wird vorgeworfen, zwischen 2022 und 2023 mit einer weiteren Beschuldigten in sieben Fällen Waren im Wert von insgesamt über 6.500 Euro aus Augsburger Geschäften entwendet zu haben.

Weiterhin war das Amtsgericht Reutlingen wegen besonders schweren Falls des Diebstahls bereits seit September 2023 per Aufenthaltsermittlung auf der Suche nach der Rumänin. Die Bundespolizisten führten die Verhaftete, die im Landkreis Augsburg wohnhaft ist, am Montagnachmittag beim Amtsgericht Lindau vor und lieferten sie anschließend in die Justizvollzugsanstalt Aichach ein.

Bereits am Sonntagmorgen hatten Bundespolizisten in einem Fernreisebus mit dem Routing Barcelona-München eine gesuchte Rumänin kontrolliert. Gegen die 45-Jährige lag ein Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main wegen Betruges vor. Außerdem war die Frau durch die Staatsanwaltschaft Saarbrücken zur Aufenthaltsermittlung wegen Zuwiderhandlung gegen das Schulpflichtgesetz im Fahndungssystem ausgeschrieben. Die in Berlin gemeldete Rumänin konnte die vom Gericht geforderte Geldstrafe in Höhe von 175 Euro aufbringen und damit eine Ersatzfreiheitsstrafe abwenden. Die Polizeibekannte wurde später auf freien Fuß entlassen.

Bundespolizei Waldmünchen Schwarzenfeld
Symbolbild: Bundespolizei

Fahndungstreffer, gefälschte Papiere und unerlaubte Einreisen

Am Donnerstag und Samstag (6./8. Juni) hat die Bundespolizei am Grenzübergang Füssen (BAB 7) einen Haftbefehl vollstreckt, zwei gefälschte Dokumente gefunden, eine mutmaßliche Schleusungsfahrt sowie eine Beihilfe zur unerlaubten Einreise aufgedeckt.

In der Nacht auf Donnerstag (6. Juni) stoppte eine Streife der Bundespolizei in der Kontrollstelle ein in Georgien zugelassenes Fahrzeug. Die Beamten stellten bei der Überprüfung des 34-jährigen Ehemann der 42-jährigen Fahrerin, fest, dass er per Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Traunstein wegen Urkundenfälschung gesucht wurde. Der Verurteilte war den deutschen Justizbehörden die vom Gericht verhängte Geldstrafe in Höhe von fast 2.000 Euro schuldig geblieben.

Vor etwa zwei Jahren war der Mann von der Polizei ohne Führerschein hinter dem Steuer eines Autos erwischt worden. Bei der Kontrolle hatte er die Kopie eines gefälschten georgischen Führerscheins vorgelegt. Außerdem war die Staatsanwaltschaft Münster wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis per Aufenthaltsermittlung auf der Suche nach dem Georgier. Die Bundespolizisten fanden bei der Durchsuchung des Mannes zwei Dokumente, einen georgischen und einen italienischen Führerschein, welche sie als Fälschungen entlarvten und sicherstellten. Die Beamten zeigten den 34-Jährigen wegen Verschaffens falscher amtlicher Ausweise an.

Da die Georgier nicht die Einreisevoraussetzungen erfüllten, erhielten sie Anzeigen wegen versuchter unerlaubter Einreise. Die Frau muss sich außerdem wegen Beihilfe verantworten. Eine Bekannte des Georgiers zahlte schließlich die Justizschulden bei einer Polizeidienststelle in Nordrhein-Westfalen ein. Anschließend wiesen die Beamten das Paar nach Österreich zurück.

Am Samstagvormittag (8. Juni) kontrollierten Kemptener Bundespolizisten die drei Insassen eines Pkw mit Pfarrkirchener Zulassung. Zwei kamerunische Staatsangehörige, der 26-jährige Fahrer und ein 31-jähriger Insasse, waren mit einer 42-jährigen Deutschen, der Halterin des Wagens, von Metzingen nach Nürnberg unterwegs. Eigenen Angaben zufolge hatte sich die Fahrgemeinschaft verfahren, sodass sie nach Österreich ausgereist waren. Der Fahrzeuglenker verfügte zwar über einen gültigen deutschen Führerschein, jedoch konnte er keine Reisepapiere, sondern lediglich ein Handyfoto seines Passes vorweisen.

Die Bundespolizisten ermittelten, dass der 26-Jährige geduldeter Ausländer in Deutschland ist. Das Asylverfahren des Migranten war bereits negativ beschieden worden und ihm im Juli 2022 die Abschiebung angedroht worden. Der 31-jährige Insasse ist Asylbewerber in Deutschland und verfügte neben seinem Reisepass über eine Aufenthaltsgestattung, welche jedoch nicht zum Grenzübertritt berechtigt. Die Bundespolizisten zeigten die Frau wegen des Verdachtes des versuchten Einschleusens von Ausländern an. Die beiden Männer wurden wegen versuchter unerlaubter Einreise, der Fahrer zusätzlich wegen Beihilfe, angezeigt. Die drei Personen kamen schließlich auf freien Fuß. Der geduldete Fahrer muss sich nun bei der für ihn zuständigen Ausländerbehörde melden.

Am Samstagabend (8. Juni) kontrollierten die Bundespolizisten eine albanische Fahrzeugbesatzung. An den Dokumenten des 25-jährigen Beifahrers gab es keinerlei Beanstandungen. Die italienischen Aufenthaltstitel des 22-jährigen Fahrzeuglenkers und des 24-jährigen Mitfahrers waren hingegen bereits seit Mai beziehungsweise Dezember 2023 abgelaufen. Die beiden Männer erhielten Anzeigen wegen versuchter unerlaubter Einreise. Der Fahrer muss sich zudem wegen Beihilfe verantworten. Die Beamten verweigerten den beiden Beschuldigten die Einreise nach Deutschland. Der Beifahrer begleitete seine Landsleute freiwillig nach Österreich zurück.