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Bundespolizei

Radfahrer verursacht Schnellbremsung – Gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr

Am Donnerstagmorgen (20. Juni) verursachte ein Fahrradfahrer, der zwischen Freising und Marzling an einem Bahnübergang eine Halbschranke umfuhr, eine Schnellbremsung eines Regionalexpresses. Gegen 07:30 Uhr soll – nach ersten Ermittlungen – ein bislang unbekannter Fahrradfahrer auf der Bahnstrecke München – Regensburg, zwischen Freising und Marzling, eine geschlossene Halbschranke umfahren haben. Gleichzeitig näherte sich dem Bahnübergang “Parkstraße” in Freising der RE 57908 (Zuglauf München/Flughafen – Regensburg).

Als der Triebfahrzeugführer dies erkannte, gab er einen Achtungspfiff ab und leitete eine Schnellbremsung ein. Der Radfahrer hatte den ankommenden Zug scheinbar gerade noch erkannt, bremste seine Fahrt abrupt ab und kam im sogenannten lichten Raum des Bahnüberganges zum Stehen. Trotz der Schnellbremsung und des Stehenbleibens soll es zu einer Kollision des Zuges mit dem Fahrrad bzw. dessen Fahrer gekommen sein. Der 39-jährige Triebfahrzeugführer hatte beim Befahren des Bahnüberganges ein lautes Knallgeräusch wahrgenommen.

Nach dem Stillstand des Zuges, rund 700 m hinter dem Ereignisort, wurde die Strecke gesperrt und Absuchemaßnahmen nach dem Fahrrad bzw. einer Person eingeleitet. Eingebunden waren darin Kräfte der Landes- und Bundespolizei sowie der örtlichen Feuerwehr sowie ein Helikopter der Bundespolizei-Fliegerstaffel Oberschleißheim. Doch weder ein Fahrrad noch eine Person wurden festgestellt, weswegen davon ausgegangen wird, dass sich der Fahrradfahrer nicht oder leicht verletzt, aber gegebenenfalls mit beschädigtem Fahrrad, vom Unfallort entfernt hatte.

Der Triebfahrzeugführer musste wegen eines Schockes abgelöst werden. Dadurch und wegen der Streckensperrung kam es zu betrieblichen Verzögerungen der Bahnstrecke München – Regensburg. Keiner der rund 30 Reisenden im Regionalexpress wurde verletzt.

Die Bundespolizei warnt eindringlich vor dem Umfahren einer Halbschranke bzw. vor der Überquerung eines mit Rotlicht gesicherten Bahnüberganges. Neben der Gefahr für Leib und Leben der Person, können auch Gefahren für andere, wie Reisende und DB-Personal sowie Sachschäden nicht ausgeschlossen werden.

Bundespolizei
Symbolbild: Bundespolizei

Bettlerin greift Passantin am Hauptbahnhof an

Die Bundespolizei hat am Hauptbahnhof München am Donnerstag (20. Juni) für Sicherheit bei der Anreise der serbischen und slowenischen Fußballfans gesorgt. Doch nicht die reisenden Fans haben die Fußball-Einsatzkräfte beschäftigt, sondern eine Bettlerin, die auf eine Passantin losgegangen ist.

Um 14:00 Uhr alarmierte eine 51-Jährige Einsatzkräfte der Bundespolizei, nachdem sie im Zwischengeschoss des Bahnhofs angegriffen worden war. Die Deutsche war von einer 23-jährigen Somalierin um Geld angebettelt worden. Als die Deutsche der Somalierin kein Geld geben wollte, hat diese die Frau beschimpft, geschlagen und deren Kopf gegen die Wand gestoßen. Die 51-Jährige klagte über Schmerzen im Kopf- und Rückenbereich und hatte eine Verletzung auf der Stirn erlitten.

Bundespolizisten haben die 23-Jährige schnell gestellt und vorläufig festgenommen. Sie war mit 0,64 Promille alkoholisiert. Außerdem stellten die Beamten fest, dass die Angreiferin aus einer psychiatrischen Klinik geflohen war. Nach Rücksprache mit der bayerischen Landespolizei sollte eine Streife der Bundespolizei die Frau zurück in die Einrichtung bringen.

Auf dem Weg zum Dienstfahrzeug leistete die Somalierin Widerstand, riss sich los und fügte einer Bundespolizistin einen Kratzer im Gesicht zu. Schließlich gelang es mehreren Beamtinnen und Beamten, die Frau ins Fahrzeug zu setzen und in die Klinik einzuliefern. Nachdem die Verletzung der Beamtin ärztlich versorgt worden war, konnte sie ihren Dienst fortsetzen.

Streit zwischen 13-Jährigen eskaliert – Zeugin schlägt Mädchen

Am Mittwoch (19. Juni) sind zwei 13-jährige Deutsche in der S-Bahn von Altdorf West in Richtung Feucht in Streit geraten. Dieser ist soweit eskaliert, dass eine bisher unbekannte Frau einer der beiden Minderjährigen einen Faustschlag ins Gesicht verpasst hat. Die Bundespolizeiinspektion Nürnberg ermittelt.

Während des Schülerreiseverkehrs kam es in einer S-Bahn aus noch unbekannten Gründen zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei 13-jährigen Mädchen. Eine Traube umstehender Schüler heizte die Stimmung der beiden zusätzlich an, ein Jugendlicher filmte die Tat. Als die Gruppe am Bahnhof Feucht ausstieg, mischte sich eine Reisende, welche ebenfalls mit der S3 von Altdorf West nach Feucht reiste, in die Auseinandersetzung ein. Dabei verpasste die Frau einem der beiden Mädchen einen Faustschlag ins Gesicht.

Dieses ging daraufhin zu Boden und wurde mit Verdacht auf Nasenbruch ins Klinikum gebracht. Zwar konnten nach einem privaten Aufruf in den sozialen Medien Hinweise zur Täterin gewonnen werden. Die Bundespolizei bittet jedoch eindringlich keine privaten “Fahndungsaufrufe” zu unternehmen. Die Bundespolizeiinspektion Nürnberg leitete gegen die drei Beteiligten Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung ein.