Weiterer Bundespolizeieinsatz hier

Bericht der Bundespolizei Waldmünchen

Am Mittwochabend (5. April) hat die Bundespolizei einen 49-jährigen Deutsch-Polen am Regensburger Hauptbahnhof verhaftet. Der Mann war wegen politisch motivierter Ausrufe und einer sexuellen Handlung aufgefallen. Jetzt sitzt er in der Justizvollzugsanstalt in Regensburg.

Ein Zeuge informierte gegen 18:00 Uhr die Bundespolizei, dass ein Mann am Gleis 8 mehrere Reisende mit „Heil Hitler“ und weiteren politisch motivierten Ausdrücken angesprochen haben soll. Eine ausgerückte Streife schnappte den 49-jährigen amtsbekannten Deutsch-Polen noch am Bahnsteig.

Bei der fahndungsmäßigen Überprüfung in polizeilichen Datenbanken stießen die Bundespolizisten auf eine Fahndungsausschreibung: Die Staatsanwaltschaft München II suchte mittels Vollstreckungshaftbefehls nach dem Mann. Er war wegen der Störung öffentlicher Betriebe zu einer Geldstrafe verurteilt worden und hatte diese nicht bezahlt. Weil er die verhängte Geldstrafe weiterhin nicht zahlen konnte, verhafteten die Beamten den Mann und lieferten ihn später in die Justizvollzugsanstalt Regensburg ein. Dort wird er seine 70-tägige Ersatzfreiheitsstrafe verbüßen.

Im Nachgang meldeten sich zwei Zeugen bei der Bundespolizei, die beobachtet hatten, wie der 49-Jährige am Bahnsteig 8 sein Geschlechtsteil aus seiner Hose holte und daran manipulierte. Ein Atemalkoholtest ergab 1,96 Promille bei dem Mann.

Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und wegen exhibitionistischer Handlungen eingeleitet und zeigte den Mann zudem wegen Hausfriedensbruchs an: Er hatte ein, bis Ende Juli 2024 geltendes, Hausverbot für den Bereich des Regensburger Hauptbahnhofs.