Bärnau: Eine nächtliche Kontrolle an der tschechischen Grenze deckte Lügen und Drogen auf.
Fluchtversuch bei Heimhof
In den frühen Morgenstunden des Freitags, 01.05.2026, beabsichtigte eine Streife der Grenzpolizeigruppe Waldsassen auf der Staatsstraße 2172 bei Heimhof einen Pkw mit tschechischer Zulassung zu kontrollieren. Das Fahrzeug war kurz zuvor aus Tschechien eingereist. Als der Fahrer die Polizei bemerkte, versuchte er, sich der Kontrolle zu entziehen. Er bog vor der Ortschaft Heimhof auf einen Feldweg ab und versuchte, das Fahrzeug hinter gelagertem Baumaterial zu verstecken.
Die Finte mit dem flüchtigen Fahrer
Die Fahnder konnten den Pkw jedoch schnell ausfindig machen. Im verschlossenen Fahrzeug stellten sie zwei Insassen fest: einen 36-jährigen Ukrainer und einen 17-jährigen Rumänen. Der Fahrersitz war unbesetzt. Auf Befragung gaben die beiden Männer an, dass der Fahrer gerade weggelaufen sei. Bei der Durchsuchung der Personen entdeckten die Beamten jedoch den passenden Fahrzeugschlüssel in der Hosentasche des 36-jährigen Ukrainers.
Ohne Führerschein und unter Drogeneinfluss
Aufgrund der belastenden Indizien gestand der Ukrainer schließlich, der Fahrer des Pkws gewesen zu sein. Der Grund für sein Verhalten war schnell gefunden: Er besaß keine gültige Fahrerlaubnis, da sie ihm bereits wegen einer „Neigung zur Rauschgiftsucht“ entzogen worden war. Zudem stand er unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Eine Blutentnahme wurde veranlasst und die Weiterfahrt unterbunden. Die Streife wurde durch Kräfte der PI Neustadt a.d.W. und der Bundespolizei unterstützt.
Ermittlungen dauern an
Gegen den 17-jährigen Rumänen wurde ebenfalls ein Ermittlungsverfahren wegen eines Verstoßes nach dem Betäubungsmittelgesetz eingeleitet. In seiner Unterhose hatte der junge Mann eine geringe Menge der Droge Crystal-Meth versteckt, welche die Fahnder sicherstellten. Ob die beiden Männer rechtmäßig im Besitz des Fahrzeugs waren, konnte in der Nacht nicht geklärt werden. Das Auto wurde polizeilich sichergestellt. Nach Abschluss der Maßnahmen wurden beide Männer wieder auf freien Fuß gesetzt.
Info
Crystal-Meth, chemisch N-Methylamphetamin, ist eine synthetische Droge mit stark stimulierender und neurotoxischer Wirkung. Der Konsum führt zu Euphorie, gesteigerter Wachheit und verringertem Hungergefühl, birgt jedoch erhebliche Risiken für körperliche und psychische Gesundheit, einschließlich schneller Suchtentwicklung und Organschäden. Es fällt unter das Betäubungsmittelgesetz.