Das sonnige Pfingstwochenende lockte viele Besucher an die Badeseen im Bereich der Polizeiinspektion Schwandorf. Rund 70 Verwarnungen, ein illegaler Badeplatz im Landschaftsschutzgebiet und ein rauchender Waldbesucher beschäftigten die Einsatzkräfte.
Polizei und Naturschutzbehörde gemeinsam im Einsatz
Die Polizeiinspektion Schwandorf war an mehreren Tagen des Pfingstwochenendes mit Streifen und Fahrradstreifen an den Badeseen präsent. Am Pfingstmontag wurde zudem eine gemeinsame Streife mit Vertretern der unteren Naturschutzbehörde des Landratsamts Schwandorf sowie der bayerischen Naturschutzwacht durchgeführt.
Insgesamt wurden rund 70 Verwarnungen ausgestellt — vornehmlich wegen des unerlaubten Abstellens von Fahrzeugen in der freien Natur, was das Bayerische Naturschutzgesetz ausdrücklich und ohne zusätzliche Beschilderung verbietet. Vereinzelt blockierten Fahrzeuge auch Rettungswege. Die allgemeine Parkmoral wurde dennoch als überwiegend gut bewertet.
Illegaler Badeplatz im Landschaftsschutzgebiet
Am Pfingstmontag fiel den Einsatzkräften auf einer Landzunge im Bereich des Brückelsees eine Art bauliche Anlage auf. Badegäste hatten dort einen Sichtschutz errichtet und Boden abgetragen, um sich einen privaten Badeplatz zu schaffen. Da es sich um ein Landschaftsschutzgebiet handelt, sind Eingriffe in die Natur grundsätzlich verboten. Zudem erfolgten die Maßnahmen ohne Einverständnis des Grundstückseigentümers. Die zuständige Behörde hat den Rückbau der Anlagen veranlasst.
Rauchen im Wald: Mann bekommt Anzeige
Besonders erschreckend war für die eingesetzten Beamten die völlige Ignoranz des Rauchverbots im Wald. Während sich die meisten angesprochenen Personen nach Belehrung einsichtig zeigten, erwartet einen 43-jährigen Bulgaren mit Wohnsitz in Bodenwöhr eine Anzeige nach dem Bayerischen Waldgesetz sowie der Verordnung zur Verhütung von Bränden.
Er saß rauchend mitten im trockenen Reisig im Wald und zeigte zunächst keinerlei Einsicht. Im Bereich des Steinberger Sees wurden zudem mehrere Verstöße gegen die Seeordnung festgestellt. Besucher versuchten die gebührenpflichtigen Parkplätze zu umgehen und stellten ihre Fahrzeuge auf Grünflächen ab. Diese Fälle werden als Ordnungswidrigkeitenanzeigen an die Gemeinde Steinberg am See weitergeleitet.
Positive Resonanz aus der Bevölkerung
Erfreulich war die positive Resonanz der Bevölkerung auf die Einsätze: Mehrere Anwohner und Landwirte wandten sich persönlich an die Polizeibeamten und dankten ausdrücklich für die Verkehrsüberwachungsmaßnahmen. Die Polizei weist abschließend darauf hin, dass die bayerische Naturschutzwacht und die Naturschutzbehörden eigenständige Befugnisse zur Identitätsfeststellung besitzen und zur Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten nach dem Naturschutzrecht Personen anhalten dürfen.