Bei einem heftigen Auffahrunfall zwischen zwei Sattelzügen wurde ein Führerhaus komplett vom Fahrgestell gerissen. Die Autobahn Richtung Tschechien blieb für Stunden voll gesperrt.
Heftiger Aufprall kurz nach der Anschlussstelle
Am Mittwoch (14.01.2026) ereignete sich gegen 07:30 Uhr auf der BAB 6 kurz nach der Anschlussstelle Pleystein ein folgenschwerer Unfall. Ein 61-jähriger Tscheche war mit seinem Sattelzug aufgrund der winterlichen Witterungsverhältnisse mit reduzierter Geschwindigkeit in Richtung tschechische Grenze unterwegs.
Ein nachfolgender 64-jähriger Bulgare erkannte die Situation offensichtlich zu spät. Er prallte mit solcher Wucht auf das Heck des vorausfahrenden Lasters, dass das Führerhaus seines Sattelzugs abgerissen wurde und auf der linken Fahrspur landete.

Fahrer befreit sich wie durch ein Wunder selbst
Trotz der massiven Zerstörung an seinem Fahrzeug hatte der 64-jährige Unfallverursacher riesiges Glück im Unglück: Er konnte sich eigenständig aus dem Wrack befreien und erlitt nach ersten Erkenntnissen lediglich leichte Verletzungen. Er wurde zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus eingeliefert. Der Fahrer des vorderen Lkw blieb unverletzt.
Vollsperrung bis in den Nachmittag
Die Bergungsarbeiten gestalten sich extrem aufwendig. Die Autobahnmeisterei Vohenstrauß und die umliegenden Feuerwehren sind im Großeinsatz, um die Unfallstelle abzusichern und die Fahrbahn von Trümmern und Betriebsstoffen zu reinigen.
Der Verkehr in Richtung Tschechien wurde an der Anschlussstelle Pleystein ausgeleitet. Die Polizei schätzt den Gesamtschaden auf rund 400.000 Euro.
📋 Kompakt-Faktencheck
| Details | Information |
| Ort | BAB 6, kurz nach AS Pleystein (Rtg. Tschechien) |
| Zeit | Mittwoch, 14.01.2026, 07:30 Uhr |
| Beteiligte | 2 Sattelzüge (Fahrer 61 und 64 Jahre alt) |
| Schaden | ca. 400.000 € (beide Lkw schwer beschädigt) |
| Folge | Vollsperrung bis voraussichtlich spätnachmittags |
| Verletzte | Ein Leichtverletzter |
