Die Arbeitsgruppe „Gemeinsam stark für Regensburg“ zieht eine positive Zwischenbilanz ihrer Maßnahmen rund um den Regensburger Hauptbahnhof. Bei einer Strategiebesprechung wurden Erfolge, aktuelle Herausforderungen und weitere Schritte für mehr Sicherheit im Bahnhofsumfeld vorgestellt.


Sicherheitslage im Fokus

Auf Einladung des Polizeipräsidium Oberpfalz kamen am 8. Mai 2026 Vertreter zahlreicher Behörden, Institutionen und Organisationen zusammen, um die Entwicklungen im Bereich des Regensburger Hauptbahnhofs zu bewerten.

Unter der Leitung von Thomas Schöniger standen sowohl die objektive Kriminalitätslage als auch das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung im Mittelpunkt der Gespräche.

Nach Angaben der Sicherheitsbehörden sind die Gesamtstraftaten seit den Höchstständen des Jahres 2023 rückläufig. Besonders bei Diebstahls- und Raubdelikten wurden sinkende Fallzahlen registriert. Gleichzeitig bleibt die Zahl der Polizeieinsätze hoch, während Gewaltdelikte wie Körperverletzungen weiterhin eine Herausforderung darstellen.


Über 100 Maßnahmen umgesetzt

Seit dem Start der Arbeitsgruppe im Juli 2023 wurden mehr als 100 Maßnahmen initiiert oder umgesetzt. Diese reichen von verstärkter Polizeipräsenz über soziale Projekte bis hin zu wissenschaftlichen Begleitstudien.

Allein die Bayerische Polizei leistete nach Angaben der Arbeitsgruppe rund 54.000 Einsatzstunden im Bahnhofsumfeld. Unterstützt wird sie dabei regelmäßig durch die Bereitschaftspolizei.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die enge Zusammenarbeit zwischen Bundes- und Landespolizei. Seit Anfang 2026 arbeitet eine gemeinsame Ermittlungseinheit in Regensburg, die sich gezielt ausgewählten Kriminalitätsformen widmet. Bereits seit Gründung der Arbeitsgruppe wurden insgesamt 195 Haftbefehle vollzogen, davon 20 durch die neue Einheit in den ersten Monaten ihres Bestehens.


Videoüberwachung zeigt Wirkung

Als besonders wirksam bewerten die Beteiligten die bestehende Videoüberwachung im Bahnhofsbereich. Diese unterstütze sowohl präventive Maßnahmen als auch die Strafverfolgung und habe dazu beigetragen, dass bestimmte kriminelle Szenen die überwachten Bereiche zunehmend meiden.

Mögliche Verlagerungen in angrenzende Stadtbereiche wurden ebenfalls diskutiert. Nach Einschätzung der Arbeitsgruppe konnten solche Entwicklungen bislang jedoch nur teilweise bestätigt werden.


Sicherheit und soziale Hilfe gemeinsam denken

Neben Polizei und Justiz waren auch soziale Einrichtungen eingebunden. Die Caritas Suchthilfe stellte ihre Arbeit mit suchtkranken Menschen im Bahnhofsumfeld vor und machte deutlich, dass Sicherheit und soziale Unterstützung eng miteinander verbunden sind.

Wissenschaftlich begleitet werden die Maßnahmen weiterhin durch die Universität Regensburg. Eine aktuelle Studie zeigt, dass das Sicherheitsgefühl vieler Menschen stärker von der Gestaltung öffentlicher Räume als von der tatsächlichen Kriminalitätslage beeinflusst wird.


Zusammenarbeit soll fortgesetzt werden

Auch Regensburgs Oberbürgermeister Thomas Burger betonte die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit aller Beteiligten. Neben sicherheitspolitischen Maßnahmen seien auch städtebauliche Projekte wie die Neugestaltung öffentlicher Plätze wichtige Bausteine für ein positives Sicherheitsgefühl.

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe bekräftigten abschließend ihren Willen, die erfolgreiche Zusammenarbeit fortzuführen und die Sicherheit rund um den Hauptbahnhof weiter zu verbessern.

Weitere Informationen zur Sicherheitsarbeit in der Region bietet das Polizeipräsidium Oberpfalz.