Ein Passant meldet am Dienstagnachmittag eine Gewässerverunreinigung.
Ein Betriebsunfall verursachte den Austritt von 400 Litern ölhaltiger Flüssigkeit.
Vorfall am Dienstagnachmittag
Am Dienstag, den 14. April 2026, wurde die Polizeiinspektion Amberg gegen 14:15 Uhr über eine mögliche Gewässerverunreinigung im Bereich der Vils informiert. Ein aufmerksamer Passant hatte zuvor einen Ölfilm auf der Oberfläche des Gewässers entdeckt und daraufhin die Einsatzkräfte verständigt. Die Ermittlungen zum Ursprung der Verunreinigung wurden umgehend aufgenommen.
Ursache: Betriebsunfall auf Firmengelände
Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei ist die Verunreinigung auf einen Betriebsunfall auf dem Gelände einer in Amberg ortsansässigen Firma zurückzuführen. Während des Versetzens eines sogenannten IBC-Containers mittels eines Gabelstaplers kippte dieser um. Der Unfall führte dazu, dass etwa 400 Liter einer ölhaltigen Flüssigkeit aus dem Behälter austraten.
Kontamination und Sofortmaßnahmen
Die ausgetretene Flüssigkeit gelangte zunächst in einen an das Firmengelände angrenzenden Entwässerungsgraben. Von diesem Punkt aus setzte sich der Weg der Substanz weiter in Richtung der Vils fort, wo sie schließlich in das Gewässer gelangte. Die zuständige Feuerwehr reagierte unmittelbar nach ihrer Alarmierung und errichtete im betroffenen Bereich der Vils eine Ölsperre, um eine weitere Ausbreitung des Ölfilms wirksam zu verhindern.
Ermittlungen und Umweltproben
Neben der Feuerwehr war auch das Wasserwirtschaftsamt vor Ort im Einsatz. Die Mitarbeiter des Amtes entnahmen Wasserproben, die nun analysiert werden. Ein abschließendes Gutachten durch das Wasserwirtschaftsamt wird erstellt und zu einem späteren Zeitpunkt nachgereicht. Zum aktuellen Zeitpunkt liegen noch keine Untersuchungsergebnisse vor. Nach aktuellem Stand bestehen jedoch keine Hinweise auf eine konkrete Gefährdung für Flora, Fauna oder das ökologische Gleichgewicht. Die polizeilichen Ermittlungen dauern an.
Info
IBC-Container (Intermediate Bulk Container), Ölsperren, Wasserprobenentnahme.
Reaktion: Schnelles Eingreifen der Feuerwehr und des Wasserwirtschaftsamtes begrenzt Umweltschäden.