Regensburg

Auch wenn der Regen der vergangenen Tage vielerorts die Pegel der Flüsse wieder langsam ansteigen hat lassen, entspannt sich die Lage im Landkreis Regensburg weiterhin. Betroffen von der Hochwasserlage waren größtenteils nur Gebiete entlang der Donau und einiger Zuflüsse zur Donau, bei denen es zu Ausuferungen gekommen ist. Großflächige Überflutungen blieben aus – es sind keine Personen zu Schaden gekommen. Die Gemeinden an den Flüssen und Bachläufen im Landkreis hatten allesamt Maßnahmen ergriffen, um die Wassermassen bewältigen zu können.

Aktuell laufen vielerorts Aufräumarbeiten. Auch hier werden die Gemeinden von den örtlichen Feuerwehren tatkräftig unterstützt. Der aktuelle Sachschaden kann noch nicht eingeschätzt werden. Im südlichen und östlichen Landkreis sind noch Felder überflutet. Der Grund ist nach wie vor der hohe Grundwasserspiegel. Größere Schäden an der Verkehrsinfrastruktur gibt es im Landkreis aber nicht. Für alle Hochwassergeschädigten hat der Freistaat eine finanzielle Soforthilfe zur Verfügung gestellt. Privatleute können ihre Anträge beim Landratsamt stellen.

„Wir sind gut durchgekommen, andere Regionen wurden wesentlich schlimmer vom Hochwasser getroffen. Die Hochwasserschutzmaßnahmen der vergangenen Jahre haben gegriffen, und auch die vorausschauende Planung unserer Feuerwehren und Kommunen hat sich sehr gut bewährt. Vergelt`s Gott allen Organisationen für die vielen Stunden vor Ort und auch allen Bürgern, die mitgeholfen haben und dies immer noch tun, sei es bei der Verpflegung der Einsatzkräfte oder beim Aufräumen. Danken möchte ich auch den Arbeitgebern, die Ehrenamtliche oftmals über mehrere Tage freigestellt haben. In dieser Situation hat sich wieder einmal gezeigt, dass die Menschen im Landkreis zusammenhalten. Darauf bin ich sehr stolz“, so Landrätin Tanja Schweiger.

Regensburg

Insgesamt waren über 2200 Einsatzkräfte gefordert. Die Einsatzschwerpunkte lagen bei Matting, Mariaort, Sinzing, Riegling, und Kleinprüfening. Neben der Betreuung des Hochwasserschutzes mussten vor allem vollgelaufene Keller, bedingt durch den hohen Grundwasserspiegel, ausgepumpt werden. Auch Kreisbrandrat Wolfgang Scheuerer, der in den vergangenen zwei Wochen die Hochwasserlage im Landkreis koordiniert hat, dankt allen Beteiligten für die hervorragende Zusammenarbeit. „Die Einsatzkräfte hatten sich untereinander sehr gut organisiert und arbeiteten im Schichtdienst. Viele Bürgerinnen und Bürger haben uns spontan ihre Hilfe angeboten, wie etwa bei der Verlegung des Feuerwehrfestes in Sinzing. Dafür möchte ich mich im Namen aller Feuerwehrleute im Landkreis bedanken“, so Wolfgang Scheuerer.

Soforthilfe für Hochwassergeschädigte im Landkreis Regensburg

Zur Unterstützung geschädigter Privathaushalte und nicht gewerblicher Vermieter, die durch die aktuellen Unwetterereignisse enorme Schäden erlitten haben, stellt das Bayerische Staatsministerium der Finanzen und für Heimat schnelle finanzielle Hilfen im Rahmen einer Soforthilfeaktion zur Verfügung: Die Soforthilfe „Haushalt/Hausrat“ und die Soforthilfe „Ölschäden an Gebäuden“ werden über das Landratsamt Regensburg abgewickelt. Die Anträge können bis 31.08.2024 gestellt werden. Berechtigt sind entsprechend der staatlichen Vorgaben vom Hochwasser betroffene Privathaushalte. Der Zuschuss soll einen zeitnahen Ersatz von beschädigtem Hausrat ermöglichen. Als Zuwendungsempfänger können sowohl Mieter als auch selbstnutzende Eigentümer in Frage kommen. Neben den Soforthilfeprogrammen gibt es noch die Notstandsbeihilfen aus dem Härtefonds für Privatleute.

Alle Antragsformulare sind auf der Homepage des Landkreises hinterlegt: https://www.landkreis-regensburg.de/unser-landkreis/aktuelles/hochwasser/ Die Anträge können per Post an das Landratsamt Regensburg, Altmühlstraße 3, 93053 Regensburg, „Projektgruppe Fluthilfe“  oder per Mail an fluthilfe@lra-regensburg.de versandt werden.

Auskünfte erteilt das Landratsamt auch telefonisch unter 0941 4009-777 (zu den Öffnungszeiten).

Hinweis: Anträge für betroffene gewerbliche Unternehmen und Angehörige freier Berufe sind bei der Regierung der Oberpfalz zu stellen. Anträge für landwirtschaftliche Unternehmen (einschließlich Gartenbau) und für den Fischereisektor bearbeitet das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Näheres hierzu bitte direkt bei den zuständigen Stellen erfragen.