Rettung

Einen eher ungewöhnlichen Einsatz hatten die Einsatzkräfte am Morgen des 17. Juni bei einem Anwesen bei Hocha zu bewältigen: Ein Pferd war mit den Hinterläufen in einen Schacht gestürzt und konnte sich nicht mehr selbst befreien. In einer aufwändigen Rettungsaktion konnte das Pferd aber nach gut einer Stunde aus dieser misslichen Lage befreit werden.

Die Eigentümer hatten zunächst noch selbst versucht, dem Pferd aus dem Schacht zu helfen, was jedoch misslang. Schließlich alarmierte die Integrierte Leitstelle Regensburg um kurz nach 8 Uhr die Feuerwehren Hocha, Untergrafenried und Waldmünchen zusammen mit KBM Andreas Bierl zur Einsatzstelle. Ebenfalls hinzugezogen wurde eine spezielle Dispo-Gruppe der Feuerwehr Cham für die Rettung von Großtieren.

Rettung

Vor Ort mussten die Einsatzkräfte (Polizei) feststellen, dass das 27-jährige Pferd mit den Hinterläufen gut 1,50 Meter tief in einem engen Schacht feststeckte, die Vorderläufe aber nicht im Schacht waren. Bis zum Eintreffen der Feuerwehr Cham wurde das Pferd zunächst gesichert und beruhigt. Es bestand auch die Gefahr, dass das Pferd ganz in den Schacht rutscht. Schließlich konnte auch eine Tierärztin erreicht werden, welche dann dafür sorgte, dass das Pferd ruhiggestellt wurde.

Die FFW Cham legte schließlich um Hals und Bauchbereich ein spezielles Gurtsystem für die Rettung von Großtieren an. Der Hinterlauf wurde zusätzlich mit einem Gurt gesichert. Das Anbringen des Rettungssystems war wegen der engen Verhältnisse im Schacht schwierig, gelang den
Einsatzkräften aber.

Mit Hilfe eines Teleskopladers und den Anweisungen der Tierärztin gelang es schließlich nach gut einer Stunde, das Pferd aus dem Schacht zu retten. Die Einsatzkräfte blieben noch vor Ort, bis das Pferd wieder alleine stehen konnte. Trotz des hohen Alters kam das Pferd zügig wieder auf die vier Beine und dann in den Stall, wo schon das Nachbarpferd wartete.