Das Polizeipräsidium Oberpfalz beteiligte sich im Juni 2026 am landesweiten Schwerpunktmonat „Landstraßensicherheit“. Mehr als 600 Polizeibeamte waren im Einsatz und ahndeten insgesamt 4.367 Verkehrsverstöße.


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Foto: Symbolbild/KI

3.085 Geschwindigkeitsverstöße registriert

Während des Aktionsmonats registrierten die Einsatzkräfte 3.085 Geschwindigkeitsverstöße. Darüber hinaus wurden 165 Ablenkungsverstöße, 121 Verstöße gegen die Gurtanlegepflicht beziehungsweise die Kindersicherung sowie 24 gefährliche Überholverstöße festgestellt. Insgesamt ahndete die Oberpfälzer Polizei 67 Straftaten, 2.015 Verkehrsordnungswidrigkeiten und 1.718 Verwarnungen.

Unfallgeschehen auf Oberpfälzer Landstraßen

Die Bedeutung der Schwerpunktaktionen unterstreicht das bisherige Unfallgeschehen: Im Jahr 2025 ereigneten sich auf den Landstraßen der Oberpfalz außerhalb geschlossener Ortschaften 14.736 Verkehrsunfälle. Dabei kamen 36 Menschen ums Leben. Hauptunfallursache bleibt die nicht angepasste beziehungsweise überhöhte Geschwindigkeit.

11. Oberpfalzweiter Kontrolltag am 18. Juni

Ein Meilenstein des Aktionsmonats war der 11. Oberpfalzweite Kontrolltag am 18. Juni 2026. An stationären und mobilen Kontrollstellen wurden insbesondere Geschwindigkeitsüberschreitungen, technische Fahrzeugzustände, Abstände und Fahrtüchtigkeit geprüft. Die Maßnahme profitierte von einer intensiven behördenübergreifenden Zusammenarbeit. Zusätzlich fanden zahlreiche Präventionsveranstaltungen in der gesamten Oberpfalz statt, bei denen das Bewusstsein für die Gefahren auf Landstraßen in aufklärenden Gesprächen geschärft wurde.

„Verkehrslob“ für vorbildliches Verhalten

Gleichzeitig honorierte die Verkehrspolizeiinspektion Regensburg mit sieben sogenannten „Verkehrslob“-Aktionen regelkonformes Verhalten im Straßenverkehr. An vorbildliche Verkehrsteilnehmer wurden kleine Packungen Gummibärchen und ein schriftliches Verkehrslob verteilt.

Eklatanter Geschwindigkeitsverstoß bei Pittersberg

Ein besonders gravierender Verkehrsverstoß wurde auf der B85 bei Pittersberg festgestellt: Ein Pkw mit Anhänger war statt der erlaubten 60 km/h mit 103 km/h unterwegs, also 43 km/h zu schnell. Dieser beispielhafte Verstoß macht die Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer greifbar und unterstreicht die Notwendigkeit konsequenter Geschwindigkeitsüberwachung und verkehrspräventiver Aufklärung.

Statement des Polizeipräsidenten

„Die Ergebnisse des Aktionsmonats zeigen, dass gezielte Kontrollen und intensive Präventionsarbeit unverzichtbare Bausteine für mehr Verkehrssicherheit sind. Jeder, der aufmerksam fährt, die Geschwindigkeit anpasst und Rücksicht nimmt, trägt dazu bei, schwere Unfälle zu verhindern und Menschenleben zu schützen“, betont Polizeipräsident Robert Fuchs.