Lippenbehandlung endet mit gesundheitlichen Problemen
Eine kosmetische Lippenbehandlung hat für eine 32-jährige Frau aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach unangenehme Folgen. Die Deutsche war auf eine über eine Social-Media-Plattform beworbene Praxis in Nürnberg aufmerksam geworden und hatte sich dort gemeinsam mit Angehörigen behandeln lassen.
Nach Angaben der Polizei machte die Praxis zunächst einen seriösen Eindruck. Während des Eingriffs sei jedoch mehr Lippenfiller injiziert worden als ursprünglich vereinbart. Als Begründung sei eine Schwellung genannt worden, die korrigiert werden sollte.
Statt der vereinbarten 150 Euro musste die Frau schließlich 250 Euro bezahlen. Auch die Nachkorrektur wurde ihr berechnet.
Praxis anschließend nicht mehr erreichbar
Schon kurze Zeit nach der Behandlung bemerkte die 32-Jährige ein ungewöhnliches Gefühl im Lippenbereich. Zudem stellte sie eine deutliche Asymmetrie der Oberlippe fest.
Ihre Versuche, die Praxis zu kontaktieren, blieben erfolglos. Auch der zugehörige Social-Media-Auftritt war nicht mehr erreichbar. Unter der angegebenen Nürnberger Adresse konnte der Frau ebenfalls nicht geholfen werden. Die Räumlichkeiten sollen lediglich untervermietet gewesen sein.
Ärztliche Nachbehandlung erforderlich
Die Frau holte daraufhin eine zweite und dritte ärztliche Meinung ein. Nach ihren Angaben kamen beide konsultierten Ärzte zu dem Ergebnis, dass aufgrund der Injektionen und der tiefen Einstiche eine medizinische Nachbehandlung notwendig sei.
Polizei ermittelt wegen Körperverletzung
Die Polizei hat Ermittlungen wegen des Verdachts der Körperverletzung aufgenommen. Dabei wird unter anderem geprüft, ob für die Durchführung der Behandlungen die erforderlichen Zulassungen vorlagen beziehungsweise notwendige behördliche Anzeigen erfolgt waren.
