Kreisklasse West, 15. Spieltag

Samstag, 31.10.2026

TSV Pressath – SC Kirchenthumbach 0:4 (0:1)

Im Derby am Samstagnachmittag gab es für den abstiegsbedrohten TSV Pressath wie bereits im Hinspiel nichts zu holen. Gegen den SC Kirchenthumbach setzte es eine deutliche 0:4-Niederlage. Dabei konnten die Gastgeber in der ersten Halbzeit noch gut dagegenhalten. Die Treffer für die Gäste erzielten Nicho Mühlbauer (2), Noah Schmidt und Nico Schart. Pressaths Markus Zibell gratulierte dem Gegner zum verdienten Erfolg und wünschte ihm für die Saison weiterhin alles Gute. Mit dem Auftritt vor der Pause war er durchaus zufrieden: „Die erste Halbzeit haben wir ein gutes Spiel gemacht, stark verteidigt und selbst auch einige Aktionen nach vorne gehabt.“ Allerdings fehlte dabei die nötige Konsequenz. Kurz vor dem Seitenwechsel vergab Pressath eine große Ausgleichschance. Nach der Pause brach die Mannschaft dann regelrecht ein. Innerhalb von zehn Minuten kassierte der TSV drei Gegentreffer, darunter erneut zwei nach Eckbällen. „Halbzeit 2 war in allen Belangen nicht Kreisklassentauglich“, so Zibell. Kirchenthumbachs Trainer Christian Ringler sprach ebenfalls von einem verdienten Auswärtssieg. Nach einer schwierigen ersten Hälfte habe seine Mannschaft nach der Pause kompakter agiert und ihre Qualität besser auf den Platz gebracht. Am Ende stand ein klarer Erfolg für die Gäste.

SV Hahnbach II – SVSW Kemnath 3:1 (1:0)

Der SVSW Kemnath hat es nun ebenfalls erwischt: Im Duell mit dem SV Hahnbach II kassierte der bisherige Spitzenreiter seine erste Saisonniederlage. Damit nahm Hahnbach den Kemnathern erneut Punkte ab, nachdem dies bereits in der Hinrunde gelungen war. Die Gastgeber präsentierten sich über die gesamte Spielzeit hinweg stark und gewannen verdient. Christian Gäck, Christoph Dietrich und Fabian Brewitzer sorgten für die Hahnbacher Treffer, Martin Pasieka markierte den Ehrentreffer der Gäste.

Hahnbachs Trainer Holger Fleck zeigte sich entsprechend begeistert: „Brutale Leistung – da fallen die Worte leicht! Ein hochverdienter Sieg, die Jungs haben komplett geliefert, der Matchplan ging genau auf. Es war von uns einfach ein geiles Spiel. Dass wir in Führung gegangen sind – perfekt! Kemnath schlug in der ersten Halbzeit fast nur lange Bälle. Wir hatten sie durch unsere überragende Leistung über die gesamten 90 Minuten komplett im Griff. Extrem beachtlich! Es kann auch höher ausgehen. Chapeau an meine Jungs.“

Kemnaths Tobias Gradl ordnete die erste Niederlage nach saisonübergreifend 19 Pflichtspielen ohne Verlust ein: „Eine beeindruckende Serie, auf die die Jungs stolz sein können. Zwingend nötig war die Niederlage aus meiner Sicht jedoch nicht. Hahnbach war stark besetzt, kam mit den Bedingungen auf dem B-Platz besser zurecht und nutzte seine Möglichkeiten letztlich einfach konsequenter – während wir teils alleine vor dem Tor oder am Pfosten scheiterten. Wir arbeiten das Spiel auf und richten den Blick nach vorne.“

DJK Ebnath – SV Neusorg 2:4 (0:2)

Im Nachbarschaftsduell zwischen der DJK Ebnath und dem SV Neusorg setzte sich am Ende der Gast verdient mit 4:2 durch. Die Neusorger waren von Beginn an aktiver und hatten mehr Ballbesitz. Zwar konnten sich die Hausherren durch Plannerer zwei gute Möglichkeiten erarbeiten, zur Pause lag Ebnath jedoch mit 0:2 zurück. Nach einem weiteren Fehler in der Hintermannschaft erhöhte Neusorg auf 0:3. Die Ebnather gaben sich aber nicht auf und kämpften sich mit zwei Treffern von Emil Herrmann noch einmal heran. Die Antwort der Gäste ließ allerdings nicht lange auf sich warten: Im direkten Gegenzug stellte Neusorg den Endstand her. Für die Gäste trafen Simon Heser und Christopher König jeweils doppelt.

Ebnaths Florian Horn sagte: „Wir sind von Beginn an nicht gut in die Partie gekommen. Neusorg war aktiver und hatte mehr Ballbesitz. Trotzdem konnten wir uns durch Plannerer zwei gute Chancen erarbeiten. Zur Halbzeit lagen wir verdient mit 0:2 zurück. Nach einem weiteren Fehler in der Hintermannschaft stand es zwischenzeitlich 0:3. Durch zwei Treffer kämpften wir uns noch einmal heran, kassierten aber im direkten Gegenzug das 4:2. Glückwunsch an Neusorg zum verdienten Sieg. Jetzt gilt es, vor der Winterpause noch einmal alle Kräfte zu bündeln und in den verbleibenden Spielen alles herauszuholen.“

Neusorgs Trainer Patrick Müller sah eine gute Leistung seiner Mannschaft: „Wir hatten eine Vielzahl an Chancen und können den Sack eigentlich schon vor der Halbzeit zumachen. Was nach dem vergebenen Elfmeter passiert ist, sollte uns natürlich eine Lehre sein. Wir haben die Partie über 87 Minuten bestimmt, doch drei Minuten Unachtsamkeit haben für zwei Gegentore und plötzlich wieder Spannung gesorgt. Umso wichtiger war unsere prompte Antwort. Unter dem Strich haben wir die drei Punkte im Derby verdient mit nach Hause genommen.“

SV Riglasreuth – SV Wildenreuth 5:0 (1:0)

Im Landkreisduell zwischen dem SV Riglasreuth und dem SV Wildenreuth gab es am Ende einen deutlichen Erfolg der Gastgeber. Das 5:0 fiel aus Sicht der Gäste allerdings etwas zu hoch aus. Riglasreuth kam gut in die Partie und ging verdient in Führung, versäumte es jedoch, vor der Pause weitere Treffer nachzulegen. So ging es mit einer knappen Führung in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel stellte Riglasreuth um und fand dadurch wieder zu seiner spielerischen Überlegenheit. Auch die Einwechslungen zeigten Wirkung, sodass die Gastgeber ihre Chancen nun konsequent nutzten. Sebastian Schmucker traf zweimal, außerdem waren Robin Hecht, Philip Schenkel und Adrian Saar erfolgreich.

Trainer Lukas Emmerich war zufrieden: „Wir kamen relativ gut ins Spiel und gingen verdient mit 1:0 in Führung. Leider verpassten wir es, bis zum Ende der ersten Halbzeit weitere Tore nachzulegen, und gingen letztlich mit etwas Glück mit einer 1:0-Führung in die Pause. Nach der Halbzeit nahmen wir die entsprechenden Umstellungen vor. Auch die Wechsel zeigten die gewünschte Wirkung. Von da an waren wir wieder die klar spielbestimmende Mannschaft und konnten unsere Überlegenheit auch in Tore ummünzen. Somit geht der 5:0-Erfolg am Ende völlig verdient an uns.“

Wildenreuths Trainer Thomas Bayer, der nicht vor Ort war, hatte sich berichten lassen: „Wir hatten in Hälfte eins gut gespielt und waren sogar die etwas bessere Mannschaft. Umso bitterer natürlich der erneute Einbruch im Laufe des Spiels. Man kann es nicht anders sagen, auch wenn es hart ist, aber wir haben nicht das Niveau, um in der Kreisklasse mithalten zu können.“

SG Seugast/Freihung – SV Immenreuth 3:2 (2:2)

Die Begegnung zwischen der SG Seugast/Freihung und dem SV Immenreuth begann furios: Bereits nach 30 Sekunden brachte Haakem Jackson die Hausherren in Führung. In der Folge fanden die Gäste besser in die Partie und hielten dagegen. Die SG blieb jedoch die spielbestimmende Mannschaft und kam trotz zwischenzeitlicher Rückschläge zu einem verdienten Heimsieg. Neben Jackson trafen Timo Nürnberger und Florian Weiß für die Gastgeber. Auf Immenreuther Seite waren Hannes Kreuzer und Johannes Porst erfolgreich.

SG-Trainer Dominik Dontschenko sah vor allem die Chancenverwertung kritisch: „Wir waren von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft und konnten früh in Führung gehen. Eigentlich müssen wir in den ersten 30 Minuten das Spiel zumachen und klarer in Führung liegen. Die Chancenverwertung war allerdings schlecht, da kann man dann auch irgendwann nicht mehr von Pech sprechen. Dass der Gegner dann durch zwei Schüsse zu zwei Toren kommt, passte leider ins Bild. Trotzdem ein großes Kompliment an meine Mannschaft, die trotz eines schwierigen Spielverlaufs immer wieder angelaufen ist, am Ende auch kämpferisch voll auf der Höhe war und einen verdienten Sieg eingefahren hat.“

Immenreuths Torwart und Trainer Matthias Müller lobte die Einstellung seiner jungen Mannschaft: „Man muss wirklich sagen, dass sich meine Jungs super in das Spiel reingekämpft haben, vor allem, da wir einige Ausfälle hatten und nach 30 Sekunden bereits in Rückstand gegangen sind. Mit dieser Einstellung müssen wir die letzten beiden Spiele auch angehen und noch etwas Zählbares holen.“

SV Waldeck – VfB Mantel 1:0 (0:0)

Der starke Aufsteiger SV Waldeck hat sich die nächsten drei Punkte gesichert. In einer engen und kampfbetonten Begegnung sah lange alles nach einem torlosen Remis aus. Beide Mannschaften lieferten sich ein umkämpftes Duell, in dem die Entscheidung erst spät fiel. In der 84. Spielminute schlugen die Mannen von Trainer Michael Sollfrank doch noch zu: Maximilian Hößl nutzte die Gelegenheit und erzielte den umjubelten Siegtreffer. Damit bleibt Waldeck weiterhin im oberen Mittelfeld der Tabelle, während sich der VfB Mantel nach der knappen Niederlage wieder nach hinten orientieren muss.

Germania Amberg – TSG Weiherhammer 7:2 (4:0)

Wie bereits im Hinspiel, das Germania Amberg mit 6:0 für sich entschieden hatte, gab es auch am Samstag einen deutlichen Erfolg gegen die TSG Weiherhammer. Die Gastgeber legten in der ersten Halbzeit den Grundstein für den Sieg und gingen mit einer komfortablen 4:0-Führung in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel verteidigte Weiherhammer besser, während bei Amberg etwas die Spannung nachließ. Am verdienten Heimsieg änderte dies jedoch nichts. Thomas Schlaffer und Denis Lubenets trafen jeweils doppelt, zudem waren Florian Danzer, Harry Gittel und Adrian Mayer erfolgreich. Für die Gäste netzten Markus Falkenstein und Tim Krämer ein.

Amberger Trainer Remigiusz Szewczyk zeigte sich vor allem mit dem ersten Durchgang zufrieden: „Die erste Halbzeit war richtig stark von uns. Wir haben uns viele gute Chancen herausgespielt und sind völlig verdient mit 4:0 in die Halbzeit gegangen. Vielleicht hätten wir sogar noch ein oder zwei Tore mehr erzielen müssen. In der zweiten Halbzeit hat Weiherhammer besser verteidigt und bei uns hat etwas die nötige Spannung und Konsequenz im Spiel gefehlt. Am Ende war es aber ein verdienter Sieg für uns.“

Weiherhammers Trainer Christoph Hermann sprach von einem gebrauchten Tag: „Wir haben es vor allem in der ersten Halbzeit nicht geschafft, dagegenzuhalten. Mit solch einer Leistung wird es leider schwer werden, egal gegen welchen Gegner. Wir müssen das Spiel nun schnellstmöglich abhaken und den Fokus auf das kommende Wochenende gegen Pressath legen. Da müssen wir definitiv ein anderes Gesicht zeigen!“