Bericht: Jürgen Masching

Kreisklasse West, 12. Spieltag

Sonntag, 11.10.2026

SV Waldeck – SC Kirchenthumbach 0:4 (0:4)

Der Aufsteiger in die Kreisklasse, der SV Waldeck, musste gegen den Kreisliga-Absteiger aus Kirchenthumbach Lehrgeld bezahlen. Die bisher stark aufspielenden Gastgeber hatten kaum Möglichkeiten und lagen bereits zur Halbzeitpause mit 0:4 zurück. Nico Mühlbauer traf schon in der 2. Spielminute, danach gelang Nico Schart ein lupenreiner Hattrick.

Kirchenthumbachs Trainer Christian Ringler war entsprechend hochzufrieden: „Das war eine sehr ordentliche Leistung. Wir haben ein richtig gutes Auswärtsspiel gezeigt und bereits in der ersten Halbzeit für klare Verhältnisse gesorgt. Nach 30 Minuten stand es 3:0, kurz vor der Pause konnten wir sogar noch das 4:0 nachlegen. Damit war die Partie eigentlich entschieden. In der zweiten Halbzeit war dann auf beiden Seiten etwas die Luft raus, und wir haben das Spiel souverän zu Ende gebracht. Jetzt freuen wir uns darauf, endlich einmal zwei Heimspiele in Folge zu haben, und wollen den Schwung natürlich mitnehmen.“

SV Wildenreuth – SV Immenreuth 2:2 (1:1)

In diesem Landkreisduell, das zugleich eine Begegnung der unteren Tabellenregion war, brauchten beide Mannschaften unbedingt die Punkte. Am Ende blieb es beim Remis. Alexander Konz brachte die Gastgeber in der ersten Halbzeit mit 1:0 in Führung, Daniel Hofmann glich in der zweiten Hälfte zum 2:2 aus. Für Immenreuth trafen Ben Schönfelder und Jan Brunner.

Wildenreuths Trainer Thomas Bayer sagte, das Unentschieden sei leider zu wenig, auch wenn die Punkteteilung an sich in Ordnung gehe: „Wir haben es verpasst, unsere vorhandenen Chancen konsequenter zu nutzen, und müssen uns daher mit dem Punkt begnügen.“ Immenreuths Trainer Matthias Müller zeigte sich sehr unzufrieden: „Ein Sieg wäre absolut wichtig gewesen. Leider haben wir unsere schlechteste Saisonleistung abgerufen und können mit dem Punkt noch zufrieden sein.“ Für beide Teams bleibt die Lage in der unteren Tabellenregion damit angespannt.

SV Hahnbach II – SG Seugast/Freihung 2:5 (0:2)

Ebenfalls ein Landkreisduell fand am Sonntagnachmittag in Hahnbach statt, wo die Zweitvertretung die SG Seugast/Freihung empfing. Die Gäste starteten stark und führten zur Pause mit 2:0. Früh im zweiten Durchgang sah SG-Torwart David Grundler nach einer Notbremse die Rote Karte, Hahnbach nutzte die Überzahl und glich durch Sebastian Rothut und Simon Dehling zum 2:2 aus. Auch Hahnbachs Moritz Graf musste mit Gelb-Rot vom Platz. In der Schlussphase schlug die SG in Unterzahl eiskalt zu: Die Tore erzielten Florian Weiß, Hakeem Jackson, Tobias Schmidt, Jonas Roider und Timo Nürnberger.

Hahnbachs Trainer Holger Fleck haderte: „Ergebnis für uns brutal – drei Tore zu hoch, so blöd es klingt. Mindestens eine Punkteteilung wäre verdient gewesen, aber so ist Fußball.“ Weiß lobte die Moral: „Die Rote Karte war schon ein Schlag. Aber wir haben in Unterzahl wieder einen unglaublichen Willen gezeigt und am Ende verdient gewonnen. Kompliment an die Mannschaft.“

TSV Pressath – SV Riglasreuth 2:1 (2:1)

Endlich konnten die Gastgeber des TSV Pressath wieder über einen Erfolg jubeln. Die drei Zähler im Heimspiel gegen den SV Riglasreuth waren vor allem für die Tabelle enorm wichtig. Die Treffer für die Hausherren erzielten Dominik Rau und Korbinian Fischer, für die Gäste traf Marco Wegmann. In der kampfbetonten Begegnung sahen zudem Timo Schmid (Pressath) und Lukas Heinl (Riglasreuth) jeweils Gelb-Rot.

Pressaths Trainer Christoph Ackermann erklärte: „Die ersten 20 Minuten waren richtig gut, doch dann haben wir den Gegner mit eigenen Fehlern wieder ins Spiel kommen lassen. Das alles haben wir in der Halbzeitpause angesprochen, haben umgestellt und versucht, das Ergebnis zu verwalten, was uns dann auch gelungen ist.“ Gästetrainer Lukas Emmerich sprach von einer „unnötigen und extrem ärgerlichen Niederlage“: „Bei der Vielzahl an Torchancen dürfen wir dieses Spiel eigentlich nicht verlieren. Wir müssen schnellstmöglich unsere mehr als fahrlässige Chancenverwertung verbessern.“

Germania Amberg – SV Neusorg 3:3 (0:1)

Ein torreiches und unterhaltsames Spiel sahen die Zuschauer am Sonntag in Amberg. Neusorg ging durch Simon Heser früh in Führung und baute diese nach der Pause aus, ehe die Germania durch Paul Schweiger, Adrian Mayer und Fabian Kammerl dreimal zurückschlug. Auch der zweite Treffer von Heser sowie ein Tor von Noah Söllner reichten Neusorg nicht zum Sieg. Heimtrainer Remigiusz Szewczyk sagte: „Der verdiente Anschlusstreffer und das 2:2 gaben uns weiteren Auftrieb. Leider konnte der SV durch eine für uns und den Gegner schwer nachvollziehbare Schiedsrichterentscheidung erneut in Führung gehen. Doch auch davon ließen wir uns nicht unterkriegen. In der Schlussphase hatten wir noch zwei richtig gute Kontermöglichkeiten, die wir besser ausspielen müssen.“

Neusorgs Trainer Patrick Müller haderte: „Wenn man zweimal mit zwei Toren beziehungsweise kurz vor Schluss mit 3:2 führt, muss man das Spiel cleverer zu Ende bringen. Der Punktverlust schmerzt, und wir rutschen dadurch auf Platz vier ab.“

TSG Weiherhammer – SVSW Kemnath 0:2 (0:1)

David gegen Goliath lautete die Begegnung am Sonntag in Weiherhammer, und Goliath setzte sich, wenn auch schwer, durch. Die Tore für den Spitzenreiter erzielten Serhat Kaya, nach einem abgefälschten Freistoß, und Martin Pasieka, praktisch mit dem Schlusspfiff. Weiherhammers Trainer Christoph Herrmann zollte seinem Team Respekt: „Kemnath tat sich extrem schwer, sie fanden nur sehr wenig Lösungen, auch weil wir sehr kompakt gestanden sind und ihnen das Leben schwer gemacht haben. Natürlich war Kemnath das ganze Spiel über tonangebend, jedoch hätten wir uns meiner Meinung nach einen Punkt verdient gehabt. Wir können auf diese Leistung stolz sein und darauf aufbauen.“

Tobias Gradl aus Kemnath sagte: „Es war sicher nicht unser bestes Spiel, die Kräfteverhältnisse waren aber dennoch deutlich. Gerade im zweiten Durchgang haben wir mehrfach – auch ich selbst – die Chance verpasst, früher den Deckel draufzumachen.“

DJK Ebnath – VfB Mantel 3:2 (1:0)

Viele Treffer sahen die Zuschauer auch auf dem Sportgelände der DJK Ebnath gegen den VfB Mantel, der sich mit einem guten Lauf aus dem Abstiegsbereich herausgearbeitet hatte. Wie erwartet wurde es ein enges Spiel. Die Treffer für die Gastgeber erzielten Dominik Plannerer (2) und Pascal Ponnath, für Mantel trafen Joan Knestrick und Lukas Kasten.

Florian Horn aus Ebnath sagte: „Das waren drei wichtige Punkte gegen einen direkten Konkurrenten. Wir hatten das Spiel über weite Strecken im Griff, haben es uns durch eigene Unachtsamkeiten allerdings unnötig schwer gemacht. Durch die letzten drei Siege konnten wir uns etwas Luft verschaffen. Jetzt gilt es, konzentriert weiterzuarbeiten. Die kommenden Spiele werden alles andere als einfach, deshalb müssen wir weiterhin geschlossen auftreten.“