Bericht: Landratsamt Regensburg

Landkreis Regensburg stellt neuen Energienutzungsplan vor – Der Landkreis möchte bis 2040 möglichst energieautark sein – Hilfestellung auf diesem Weg soll der neue Energienutzungsplan (ENP) für den Landkreis und seine 41 Kommunen sein. Nach eineinhalb Jahren Bearbeitungszeit wurde das knapp 4000 Seiten umfassende Konzept kürzlich in der Stadthalle Neutraubling vorgestellt.

Gemeinsam mit der Landrätin folgten rund 65 Personen, darunter Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Kreisrätinnen und Kreisräte sowie Vertreter von Energieversorgern und Bürgerenergiegenossenschaften aufmerksam den Ausführungen des Projektleiters Christoph Vögerl vom beauftragten Institut für Energietechnik Amberg-Weiden (IfE) zu Potenzialen, Ausbauzielen und Handlungsmöglichkeiten im Bereich der Erneuerbaren Energieversorgung.

Leitplan für Landkreis und Kommunen

Den Ausgangspunkt des erarbeiteten Konzepts bildet eine Analyse des Ist-Zustands (Energieinfrastruktur, Wärme- und Strombilanz, CO2-Bilanz) in den Verbrauchssektoren „Private Haushalte“, „Kommunale Liegenschaften“ und „Wirtschaft“ sowie eine Potenzialanalyse sowohl zur Energieeinsparung (Wärme und Strom) als auch zur Energieerzeugung (PV / Solarthermie, Windkraft, Wasserkraft, oberflächennahe Geothermie, feste Biomasse, Biogas). Für jede der 41 Gemeinden wurden alle relevanten Energiedaten erhoben und sowohl ein Maßnahmenkatalog mit konkreten Projektvorschlägen als auch ein sogenanntes Leitprojekt erarbeitet. Die Kommunen wurden dabei in den Prozess der ENP-Erstellung eng eingebunden, etwa mit Vor-Ort-Gesprächen und einem Regionalworkshop. Eine Steuerungsrunde, der unter anderem die regionalen Energieversorger, die Energieagentur Regensburg sowie die zuständigen Fachbereiche der Landkreisverwaltung angehörten, hat die Erstellung des ENP fachlich begleitet.

Mehr Ökostrom und Nahwärmenetze

Die Stromversorgung ist mit Jahresmittel circa 88 Prozent Erneuerbaren Energien im Landkreis Regensburg bereits überdurchschnittlich gut ausgebaut ist, was auf einen bereits hohen Ausbaugrad an Freiflächen-Photovoltaik und das große Wasserkraftwerk an der Staustufe Geisling zurückzuführen ist. Erkennbare Defizite gibt es noch beim Verteilstromnetz, welches den regional erzeugten Ökostrom aufnehmen muss. Maximilian Conrad vom IfE zeigte auf, wie diesem Problem parallel zum Netzausbau mit Hilfe von Batteriegroßspeichern und Elektrolyse-Projekten künftig begegnet werden kann.

Welchen Hebel gibt es, die Energiewende auch im Bereich der Wärmeversorgung noch schneller voranzubringen? Diese Frage beantwortete der Geschäftsführer der Energieagentur Regensburg, Ludwig Friedl, mit einem Vortrag zum Thema „Kommunale Wärmeplanung und den Bau von regenerativ betriebenen Wärmenetzen im Landkreis“. Zur Unterstützung der Kommunen wollen die Energieagentur Regensburg, der Landkreis Regensburg und die Landesagentur für Energie und Klimaschutz hier künftig eng zusammenarbeiten.

Ausbau der Windkraft

Zur regionalen Deckung des aktuellen, durch Wärmepumpen und Elektromobilität weiter steigenden Stromverbrauchs speziell im Winter prognostiziert der Energienutzungsplan außerdem einen Bedarf von mindestens 51 Windkraftanlagen im Landkreis Regensburg. Die geeigneten Standorte dafür sollen überwiegend im Rahmen der Regionalplanung ausgewiesen werden und so helfen, die von der Bundesregierung vorgegebenen Ausbauziele für die Windenergienutzung an Land rasch zu erfüllen.

Dazu Landrätin Tanja Schweiger: „Wir brauchen eine möglichst unabhängige Energieversorgung und der Ausbau an Erneuerbaren Energien vor Ort muss noch mehr erfolgen. Ziel ist es, die Wertschöpfung bei der Energieversorgung verstärkt in der Region zu halten, um unabhängiger zu werden. Auch bei unseren Liegenschaften, für die wir bereits die Hälfte des Stroms selbst erzeugen, werden wir auf einen weiteren Ausbau Erneuerbarer Energien setzen“.

Der Energienutzungsplan, dessen Erstellung zu 70 Prozent vom Freistaat Bayern gefördert wurde, wird demnächst auf der Website des Landkreises zur Verfügung gestellt. https://www.landkreis-regensburg.de/wirtschaft-energie/energie-klima/digitaler-energienutzungsplan/

Vereinspauschale 2023 –Antragsfrist bis 15. März 2023 verlängert – Um den Sport- und Schützenvereinen mehr Zeit für die Umsetzung der mit den neuen Sportförderrichtlinien verbundenen Änderungen zu geben, wird die Frist zur Abgabe der Anträge für die Vereinspauschale 2023 um zwei Wochen bis zum 15.03.2023 verlängert. Verspätet abgegebene Anträge können aufgrund der gesetzlichen Ausschlussfrist nicht mehr berücksichtigt werden.

Im Antragsverfahren der Vereinspauschale 2023 können Übungsleiterlizenzen anerkannt werden, die im Antragsjahr gültig sind. Lizenzen, die zum 31.12.2022 ausgelaufen sind, können nicht berücksichtigt werden. Die Gültigkeit im Förderjahr 2023 muss zum Antragsstichtag nachgewiesen werden.

Die Formulare und weitere Informationen sind auf der Landkreis-Homepage abrufbar unter www.landkreis-regensburg.de, Stichwort: Bürgerservice – Dienstleistungen von A-Z – Sportförderung, Rubrik: Vereinspauschale des Freistaats Bayern.

Bei Fragen steht Ihnen Frau Kronawitter, Telefon: 0941 4009-173, E-Mail: kommunalaufsicht@landratsamt-regensburg.de gerne zur Verfügung. Bei persönlicher Abgabe der Unterlagen ist eine Terminvereinbarung erforderlich. Um Bearbeitungszeiten zu verkürzen, wird um Angabe einer E-Mail-Adresse in den Antragsunterlagen gebeten.