Ein Lkw-Fahrer meldete ein Fahrzeug, das in gefährlichen Schlangenlinien über die Autobahn steuerte. Die Ursache war jedoch weder Alkohol noch Drogen, sondern eine „therapeutische Maßnahme“ während der Fahrt.

Lkw-Fahrer schlägt nach Kilometerlanger Verfolgung Alarm

Gegen 20:40 Uhr am Mittwoch (14.01.2026) ging bei der Einsatzzentrale ein besorgter Notruf ein. Ein Lkw-Fahrer berichtete von einem weißen BMW X5 mit ungarischer Zulassung, der in Fahrtrichtung Hof unterwegs war. Laut Zeugenaussage fuhr der Wagen extreme Schlangenlinien und verhinderte zudem aktiv Überholversuche.

Eine Streife der Autobahnpolizeistation Schwandorf konnte das verdächtige Fahrzeug kurz vor der Anschlussstelle Schwarzenfeld stoppen.

Fluchtversuch, Polizei, A93
Foto: J. Masching/Symbolbild

„Abgelenkt durch Massage“: 31-Jähriger muss zahlen

Bei der Kontrolle des 31-jährigen Ungarn und seiner zwei Mitfahrerinnen (21 und 35 Jahre alt) stellten die Beamten fest: Der Fahrer war absolut fahrtüchtig. Weder Alkohol noch Betäubungsmittel waren im Spiel.

Auf seine Fahrweise angesprochen, gab der Mann eine ungewöhnliche Erklärung ab: Seine Beifahrerin habe ihm während der Fahrt eine Massage gegeben. Die Entspannung war offenbar so intensiv, dass er die Spurtreue verlor. Da durch die Schlangenlinien zwar niemand konkret gefährdet wurde, das Verhalten aber dennoch einen Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung darstellt, wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Der Fahrer musste vor Ort eine Sicherheitsleistung in Höhe von 113,50 Euro entrichten. Erst nach einer eindringlichen Belehrung durch die Beamten durfte die Gruppe – nun ohne Massage – weiterfahren.


📋 Kompakt-Faktencheck

Details Information
Ort BAB A93, nahe AS Schwarzenfeld (Rtg. Hof)
Zeit Mittwoch, 14.01.2026, 20:40 Uhr
Fahrzeug BMW X5 (ungarische Zulassung)
Grund der Kontrolle Schlangenlinien-Fahrt
Ursache Ablenkung durch Massage der Beifahrerin
Folge 113,50 Euro Sicherheitsleistung