Ein 83-jähriger Senior wurde Opfer einer hochprofessionellen Betrugsmasche. Er übergab Goldbarren im Wert von mehreren zehntausend Euro an ein ahnungsloses Taxi – doch dank einer länderübergreifenden Polizeiaktion konnte er gesichert werden.

 

Die Masche: „Dienststellenleitung Bamberg“ am Telefon

Am späten Nachmittag des 01.02.2026 klingelte bei einem 83-jährigen Amberger das Telefon. Eine Frau gab sich als Polizeibeamtin aus und behauptete, seine Adresse sei bei Einbrechern gefunden worden. Um seine Wertsachen zu „schützen“ und zu „scannen“, müsse er sein Gold abgeben.

Besonders perfide: Die Täterin verfügte über erschreckendes Detailwissen zum Umfeld des Seniors und wusste offenbar sogar von seinen Goldvorräten. Der Senior deponierte daraufhin Goldbarren im Wert von mehreren zehntausend Euro in einem Jutebeutel in seiner Garage.

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Foto: Symbolbild

Die Gold-Reise: Per Taxi nach Baden-Württemberg

Die Betrüger gingen extrem dreist vor: Sie bestellten ein echtes Taxiunternehmen als Kurier. Der Fahrer holte die Tasche in Amberg ab, ohne vom wertvollen Inhalt zu wissen, und machte sich auf den Weg in Richtung Baden-Württemberg.

Doch die Täter hatten nicht mit der Aufmerksamkeit des Seniors gerechnet. Dieser notierte sich das Kennzeichen des Taxis und verständigte umgehend die echte Polizei.

Zugriff in letzter Sekunde

Sofort wurde eine länderübergreifende Fahndung eingeleitet. Kollegen der Polizei in Baden-Württemberg konnten das Taxi stoppen und die Goldbarren sicherstellen, bevor diese an die Hintermänner übergeben wurden. Zwar konnten am geplanten Übergabeort keine Abholer mehr festgenommen werden, doch der Senior erhielt sein Vermögen unversehrt zurück.


📋 Kompakt-Faktencheck

Details Information
Ort Amberg (Übergabeort in Baden-Württemberg)
Zeit 01.02.2026, 16:30 – 17:00 Uhr
Opfer 83-jähriger Senior
Beute Goldbarren (Wert: mehrere zehntausend Euro)
Status Gold sichergestellt, Täter flüchtig, Ermittlungen laufen
Besonderheit Täter nutzten echtes Taxi als ahnungslosen Kurier

⚠️ Dringender Warnhinweis der Polizei

  • Die 110 ruft nie an: Erscheint die 110 im Display, handelt es sich um eine technische Manipulation (Spoofing). Die echte Polizei ruft niemals unter dieser Nummer an.

  • Keine Wertsachen-Forderung: Polizeibeamte verlangen niemals die Übergabe von Bargeld, Schmuck oder Gold zur „Prüfung“ oder „Verwahrung“.

  • Gesundes Misstrauen: Legen Sie bei Forderungen nach Geld oder Wertsachen sofort auf!

  • Sprechen Sie mit Angehörigen: Informieren Sie ältere Menschen in Ihrem Umfeld über diese Masche.