Unbekannte platzierten Schottersteine, Holzscheite und sogar einen Betonblock auf den Schienen. Ein Regionalexpress überrollte die Hindernisse – die Bundespolizei warnt nun eindringlich vor den lebensgefährlichen Folgen solcher Taten.
(Bericht: BP Waldmünchen)
Am Montagabend (30.03.2026) gegen 21:00 Uhr meldete die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn den Vorfall im Bereich der Unterführung Leopoldstraße in Amberg.
Knall beim Überfahren: Lokführer bemerkt Hindernisse
Der Triebfahrzeugführer eines Regionalexpresses nahm bei der Durchfahrt des Streckenabschnitts einen deutlichen Schlag wahr. Er hatte Schottersteine erfasst, die mutwillig auf die Schienen gelegt worden waren.
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Eskalation: Auch ein nachfolgender Zug meldete Hindernisse, darunter einen massiven Betonblock.
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Spurensicherung: Beamte der Bundespolizei und Fachkräfte der Bahn fanden am Tatort deutliche Mahlspuren auf den Schienen sowie mehrere Holzscheite und Schottersteine im Gleisbereich.
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Betriebsstörung: Die Bahnstrecke musste für die Ermittlungen kurzzeitig gesperrt werden, was zu Verspätungen im Regionalverkehr führte. Glücklicherweise entstanden nach ersten Prüfungen keine größeren Schäden an den Zügen oder den Gleisanlagen.

Bundespolizei ermittelt und warnt: „Kein Streich, sondern eine Straftat“
Die Bundespolizeiinspektion Waldmünchen hat Ermittlungen wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen. In diesem Zusammenhang richtet sich die Behörde mit einem dringenden Appell insbesondere an Kinder und Jugendliche:
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Lebensgefahr: Züge haben einen extrem langen Bremsweg und eine starke Sogwirkung. Sie können Hindernissen nicht ausweichen.
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Splitterwirkung: Überfahrene Steine können wie Projektile wirken und Personen in der Nähe schwer verletzen.
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Rechtliche Folgen: Neben strafrechtlichen Konsequenzen drohen zivilrechtliche Schadensersatzforderungen in enormer Höhe, sollten Züge beschädigt werden oder eine Notbremsung zu Verletzungen bei Fahrgästen führen.
Zeugenaufruf
Die Ermittler suchen Personen, die am Montagabend im Bereich der Leopoldstraße/Bahnunterführung verdächtige Beobachtungen gemacht haben.
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Kontakt: Hinweise bitte an die Bundespolizei Waldmünchen unter Tel.: 09972/9408-0 oder per E-Mail an bpoli.waldmuenchen@polizei.bund.de.
📋 Kompakt-Faktencheck: Bahnvorgang Amberg
| Detail | Fakten |
| Tatort | Bahnstrecke Nürnberg-Irrenlohe (Unterführung Leopoldstraße, Amberg) |
| Tatzeit | Montag, 30.03.2026, ca. 21:00 Uhr |
| Gegenstände | Schottersteine, Holzscheite, Betonblock |
| Folgen | Streckensperrung, Verspätungen, Ermittlungsverfahren |
