Gleich mehrere Auffahrunfälle haben am Mittwoch auf der A3 zu erheblichen Verkehrsbehinderungen geführt. Ein Unfall löste u.a. einen vier Kilometer langen Stau aus.

 

Autobahn, Neumarkt, Polizei
Das Auto des Unfallverursacher des Zusammenstoßes von Neumarkt. Foto: L. Haubner

 

Auffahrunfall am frühen Nachmittag führt zu kilometerlangem Stau

Autobahn – Auf der Autobahn A3 kam es am Mittwoch (10.12.2025) gegen 14:15 Uhr zwischen den Anschlussstellen Neumarkt-Ost und Neumarkt in Fahrtrichtung Nürnberg zu einem Auffahrunfall, der den Verkehr massiv beeinträchtigte.

Aufgrund dichten Verkehrs mussten mehrere Fahrzeuge auf dem linken Fahrstreifen stark abbremsen. Ein 58-jähriger Pkw-Fahrer erkannte die Situation zu spät und prallte in das Auto einer 36-jährigen Fahrerin. Beide Fahrzeuge blieben stark beschädigt auf der linken Spur liegen.

Wegen herumliegender Fahrzeugteile musste die Autobahn kurzfristig vollständig gesperrt werden. Feuerwehr und Polizei schafften es anschließend, die Fahrzeuge auf den Seitenstreifen zu bringen, sodass die linke Spur wieder freigegeben werden konnte. Nach der Bergung durch Abschleppdienste wurde schließlich auch die rechte Spur geöffnet.

Der Rückstau erreichte zeitweise vier Kilometer. Die Beifahrerin der 36-Jährigen wurde leicht verletzt.

Alkoholgeruch: Blutentnahme und Führerschein sichergestellt

Pech hatte der Unfallverursacher: Die Beamten der Autobahnpolizei Parsberg bemerkten Alkoholgeruch. Ein Atemtest ergab einen Wert knapp über 0,3 Promille – bei einem Unfall bereits strafrechtlich relevant. Der 58-Jährige musste zur Blutentnahme, sein Führerschein wurde vorläufig einbehalten. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob der Entzug bestehen bleibt.

Zwei Auffahrunfälle binnen Sekunden auf der Autobahn– kurzzeitige Vollsperrung

Nur rund zwei Stunden später, gegen 16:20 Uhr, ereigneten sich auf der A3 Richtung Nürnberg, kurz nach der Anschlussstelle Beratzhausen, zwei weitere Auffahrunfälle unmittelbar nacheinander.

Eine 32-jährige Autofahrerin wechselte von rechts auf die linke Spur, um einem Lkw das Einfädeln zu ermöglichen – übersah dabei jedoch den Pkw eines 18-Jährigen. Dieser konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und krachte in das Fahrzeug der Frau. Ihr Wagen wurde daraufhin erst in die Leitplanke und anschließend vor den einfahrenden Lkw geschoben, wo es zu einer leichten Berührung kam.

Unmittelbar danach konnte ein 55-jähriger Fahrer wegen zu geringen Sicherheitsabstands nicht mehr stoppen und fuhr auf das Heck des 18-Jährigen auf.

Beide Fahrzeuge der hinteren Kollision waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Für Bergung und Aufräumarbeiten wurde die Fahrtrichtung Nürnberg kurzzeitig voll gesperrt, bevor ein Fahrstreifen wieder geöffnet werden konnte. Glücklicherweise wurde niemand verletzt.