Bundespolizei – Am Dienstagmittag (26. August) blieben drei Kinder nach der Abfahrt eines ICE im Hauptbahnhof München zurück. Deutsche Bahn und Bundespolizei organisierten die Familienzusammenführung in Frankfurt.

Gegen 13:45 Uhr teilte eine DB-Mitarbeiterin mit, dass drei Kinder im Alter von 9, 12 und 14 Jahren (belgischer und pakistansicher Nationalität) sich unbegleitet am Bahnsteig aufhielten. Kurz zuvor war ein ICE in Richtung Frankfurt abgefahren. Ermittlungen ergaben, dass sich die Mutter (pakistanische Staatsangehörige) mit dem Gepäck im Schnellzug befand, als sich unvermittelt die Türen schlossen.

Mitarbeiter der Deutschen Bahn und Beamte der Bundespolizei organsierten kurzerhand die Familienzusammenführung. Die unbegleiteten Minderjährigen wurden, nach Rücksprache und ausdrücklichen Wunsch der weder deutsch noch englisch sprechenden Mutter, in den ICE 624 gesetzt. In Frankfurt erwarteten Bundespolizisten die drei Kinder und führten sie mit der überglücklichen Mutter zusammen.


Bundespolizei Spuckattacke

Bereits am Mittwoch, 13. August, kam es am Bahnhof Pasing zu einem Gewaltdelikt, bei dem ein noch Unbekannter einen 63-Jährigen mehrere Treppen hinunter stieß. Zwei couragierte unbekannte Helfer schritten ein und verhinderten Schlimmeres.

Die in diesem Zusammenhang durchgeführte Videoauswertung erbrachte, dass der Unbekannte kurz zuvor im Zwischengeschoss des S-Bahnhaltepunktes Karlsplatz (Stachus) zwei andere, unbekannte Männer bedrohte und bespuckte. Die Bundespolizei sucht nach Zeugen und Geschädigten der Vorfälle.

Ein 63-jähriger Deutscher zeigte am 13. August bei der Polizeiinspektion Pasing das Schubsen von einer Treppe am Gleis 7 im Bahnhof Pasing vom selben Tag an. Der Berliner Unternehmensberater fiel mehrere Stufen hinunter und zog sich eine Handgelenksprellung sowie Schürfwunden am Knie und am Ellbogen zu. Im Rahmen der bahnpolizeilichen Zuständigkeit erfuhr die Bundespolizeiinspektion München von der Tat und startete unverzüglich eine Videoauswertung. Dabei wurden zwei weitere Straftaten, eine im Bahnhof Pasing – im Zusammenhang mit dem Schubsen – sowie eine weitere am S-Bahnhaltepunkt Karlsplatz (Stachus) erkannt.

Hier bedrohte und bespuckte derselbe Täter gegen 21:10 Uhr zwei bislang unbekannte Männer im Zwischengeschoss. Anschließend begab er sich ins Tiefgeschoss, wo er eine Richtung Pasing verkehrende S6 bestieg. Im Bahnhof Pasing stieg der Unbekannte gegen 21:35 Uhr aus der S6 aus, folgte einem ebenfalls aussteigendem 63-Jährigen und schubste diesen am Treppenbeginn – offensichtlich grundlos – die Treppen hinunter. Als der Unbekannte in der Treppenmitte auf den am Boden Liegenden einwirkte, griff ein bis dahin unbeteiligter Reisender beherzt ein. Der Aggressor wandte sich nun dem Helfer zu, umklammerte ihn, verlor jedoch das Gleichgewicht, so dass beide Männer einige Stufen der Treppe bis zu deren Ende hinunterstürzten.

Der couragierte unbekannte Helfer, so die Videosequenzen, warf den Angreifer unvermittelt mittels eines vermutlichen Judogriffs zu Boden. Nun kam ein weiterer unbekannter Helfer hinzu. Dieser hielt die Unterarme des Unbekannten fest, musste jedoch loslassen als der Unbekannte ihn biss, ehe der in unbekannte Richtung floh. Die Rangelei hielt der ersteingreifende Helfer mit seinem Smartphone fest; filmte Biss und Täter.

Nun sucht die Bundespolizei – zunächst mit polizeiinternen Fahndungsbildern – nach dem unbekannten Täter, der wie folgt beschrieben wird: Nordafrikanischer/südeuropäischer Phänotyp, ca. 30 Jahre alt, ca. 170 cm groß mit Glatze, Goatee-Bart und Brille sowie sportlich, muskulösem Erscheinungsbild. Bekleidet war der äußerlich gepflegt Wirkende mit weißem T-Shirt, schwarzer, kurzer Hose sowie auffallend gelben Sportschuhen der Marke Asics.

Die Bundespolizei bittet Zeugen der Auseinandersetzungen, die sachdienliche Hinweise geben können, sich unter der Rufnummer 089/51550-0 zu melden. Auch die beiden Geschädigten vom Karlsplatz (Stachus) sowie die beiden couragierten Helfer in Pasing werden dringend als Zeugen gesucht. Die vier Männer gelten als unbekannte Geschädigte der Gewaltdelikte. Zudem werden Personen gesucht, die anhand der Beschreibung Hinweise zum unbekannten Täter bzw. dessen Aufenthaltsort geben können. Die Bundespolizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.