Mittwochnacht, gegen 22:45 Uhr, kam es am Regensburger Hauptbahnhof zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen einem syrischen Ehepaar und einem 19-jährigen Syrer. Der Vorfall ereignete sich am Haupteingang des Bahnhofs, nachdem zuvor im Regionalexpress von Amberg nach Regensburg ein Streit zwischen den Parteien entbrannt war.

Gewaltanwendung im Treppenbereich
Nach der Ankunft des Zuges im Hauptbahnhof griff das Ehepaar, ein 47-jähriger Mann und seine 45-jährige Frau, den 19-Jährigen an. Sie packten ihn am Arm und zogen ihn die Treppe am Haupteingang hinunter. Im weiteren Verlauf versuchte die 45-Jährige, dem jungen Mann ins Gesicht zu schlagen, was jedoch misslang. Der 47-Jährige packte den 19-Jährigen zudem am Hals. Das Paar soll den jungen Mann außerdem beleidigt haben.
Bedrohungen und Ermittlungen
Der 19-Jährige ließ die Angriffe nicht tatenlos über sich ergehen und bedrohte seinerseits das Ehepaar. Eine Bundespolizeistreife, die die verbale Auseinandersetzung am Haupteingang beobachtete, griff ein und stellte vor Ort insgesamt sechs Personen fest, darunter zwei syrische Zeugen. Glücklicherweise blieben alle Beteiligten bei dem Vorfall unverletzt. Das Bundespolizeirevier Regensburg hat Ermittlungen wegen Körperverletzung, versuchter Körperverletzung, Beleidigung und Bedrohung aufgenommen.
Überraschende Entdeckung bei Zeugenbefragung
Bei der Überprüfung der Personalien der Zeugen stießen die Beamten auf einen 16-jährigen Jugendlichen, der ebenfalls Syrer ist. Es stellte sich heraus, dass der Minderjährige aus seiner Inobhutnahme-Stelle ausgerissen war und polizeilich gesucht wurde. Die Bundespolizisten nahmen den Ausreißer in Schutzgewahrsam und übergaben ihn später an eine Jugendschutzeinrichtung in Regensburg. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnten die übrigen Beteiligten ihre Reise fortsetzen.
⚠️ Sicherheitshinweis & Rechtliches
Gewalt an Bahnhöfen: Bahnhöfe sind öffentliche Orte, an denen es leider immer wieder zu Konflikten kommt. Wenn Sie Zeuge einer Auseinandersetzung werden, bewahren Sie Ruhe und verständigen Sie umgehend die Polizei.
Körperverletzung und Bedrohung: Körperliche Angriffe und verbale Bedrohungen sind Straftaten, die strafrechtlich verfolgt werden.
Schutz von Minderjährigen: Die Bundespolizei ist auch für den Schutz von Minderjährigen zuständig und greift ein, wenn diese sich in Gefahr befinden oder aus Einrichtungen abgängig sind.
