Nur eine Woche nach Erlass seines Haftbefehls ging der Bundespolizei Waidhaus ein verurteilter Schläger ins Netz. Zudem beendeten die Beamten die Reise von vier jungen Ukrainern, die ohne Genehmigung in Deutschland arbeiten wollten.
Schneller Zugriff: Acht Monate Haft für 27-Jährigen
Am frühen Dienstagmorgen (03.02.2026) bewiesen die Fahnder der Bundespolizei Waidhaus den richtigen Riecher. Bei der Kontrolle eines Pkw auf der A6 überprüften sie einen 27-jährigen Rumänen, der als Mitfahrer einreisen wollte. Der Datenabgleich ergab einen Treffer der Staatsanwaltschaft Amberg: Der Mann wurde wegen gefährlicher Körperverletzung gesucht.
Das Amtsgericht Schwandorf hatte ihn bereits im Oktober 2024 zu einer Freiheitsstrafe von acht Monaten verurteilt, doch der Mann war seitdem untergetaucht. Besonders beeindruckend: Der Haftbefehl zur Vollstreckung war erst eine Woche alt. Die Beamten verhafteten den 27-Jährigen umgehend und lieferten ihn in die JVA Weiden ein.

Buskontrolle: Illegale Arbeitspläne gestoppt
Ebenfalls am Dienstagabend kontrollierten die Beamten einen Fernreisebus auf der Route Prag–München. Dabei fielen vier ukrainische Staatsangehörige (zwei Frauen, zwei Männer im Alter von 19 bis 23 Jahren) auf. Das Quartett wollte in Deutschland eine Arbeit aufnehmen, verfügte jedoch über keine entsprechenden Visa oder Erlaubnisse.
Bei der Überprüfung kam heraus, dass ihre tschechischen Visa bereits für ungültig erklärt worden waren und sie ihre erlaubte Aufenthaltsdauer im Schengen-Raum von 90 Tagen bereits überschritten hatten. Da sie gegen das Aufenthaltsgesetz verstießen, verweigerte die Bundespolizei die Einreise und wies die Gruppe noch am Abend nach Tschechien zurück.
📋 Kompakt-Faktencheck: Bundespolizei Waidhaus
| Vorfall | Beteiligte | Delikt / Grund | Konsequenz |
| Haftbefehl | 27-jähriger Rumäne | Gefährliche Körperverletzung | Einlieferung JVA Weiden |
| Einreiseverweigerung | 4 Ukrainer (19–23 J.) | Illegale Arbeitsaufnahme / Aufenthaltsverstoß | Rückweisung nach Tschechien |
