Die Bundespolizei Waidhaus verhindert am Wochenende mehrere illegale Einreisen – eine Familie und ein Nepaleser betroffen.

Ukrainische Familie ohne gültige Dokumente
Bundespolizei Waidhaus. Bei einer Buskontrolle auf der Route Prag–München stoppten Bundespolizisten am frühen Sonntag einen 20-jährigen Ukrainer. Er konnte lediglich eine Geburtsurkunde und ein Foto seiner abgelaufenen Identitätskarte vorzeigen. Aus polizeilichen Recherchen ging hervor, dass er nur ein nationales Aufenthaltsrecht in Polen besitzt, das keine Einreise in den Schengenraum erlaubt. Auch seine 18-jährige Ehefrau sowie die beiden Kleinkinder hatten keine gültigen Einreisedokumente.
Zurückweisung an der Grenze
Die junge Familie legte lediglich einen ukrainischen Reisepass sowie ein polnisches Dokument vor – beides ohne Berechtigung zur Einreise nach Deutschland. Die Beamten leiteten deshalb ein Verfahren wegen versuchter unerlaubter Einreise ein und wiesen alle vier nach Abschluss der Maßnahmen nach Tschechien zurück.
Nepaleser mit abgelaufenem Visum
Bereits am 5. Dezember kontrollierten Einsatzkräfte einen 30-jährigen Nepaleser in einem Reisebus. Zwar führte er einen gültigen nepalesischen Reisepass, jedoch nur ein abgelaufenes rumänisches Visum mit. Eine Abfrage im Fahndungssystem ergab zudem eine rumänische Rückkehrentscheidung, wonach er den Schengenraum verlassen muss.
Bundespolizei – Richter ordnet Abschiebehaft an
Da der Mann keine weiteren gültigen Dokumente vorlegen konnte, brachten ihn die Beamten zur Bundespolizeiinspektion Waidhaus. Dort beantragten sie sowohl die Freiheitsentziehung als auch die Rückführung. Weil der nächste Flug nach Nepal erst ab Sonntag verfügbar war, wurde der Mann am 6. Dezember einem Richter vorgeführt. Dieser ordnete die Einlieferung in die Abschiebehaft Hof an, wo er den Rückflug abwartet.
