Seine Geschichte über eine verlorene Fahrerlaubnis aus Belgien, die über die Türkei bezahlt wurde, kaufte ihm die Polizei nicht ab.

Erst verloren, dann dubios: Die Aussage des Fahrers

Am frühen Samstagmorgen (17.01.2026) gegen 00:49 Uhr stoppte eine Streife der Polizeiinspektion Neunburg vorm Wald einen Pkw mit einem 46-jährigen Bulgaren am Steuer. Auf die Frage nach seinem Führerschein gab der Mann aus Halle an der Saale zunächst an, diesen schlicht verloren zu haben.

Im Laufe der Befragung wurde die Schilderung jedoch immer abenteuerlicher: Der Mann behauptete nun, eine belgische Fahrerlaubnis zu besitzen, die er erst am selben Tag verloren habe. Er habe 2023 ein halbes Jahr in Belgien gelebt und dort den Führerschein gemacht.

Dubiose Fluchtversuch, Polizei, A93
Foto: J. Masching/Symbolbild

4.000 Euro an „Freund in der Türkei“ gezahlt

Als Beweis konnte der Fahrer lediglich zwei qualitativ schlechte Kopien vorlegen, die angeblich von einer belgischen Fahrschule stammten. Besonders hellhörig wurden die Beamten bei der Finanzierung des Dokuments: Laut dem 46-Jährigen habe er für den Erwerb der Fahrerlaubnis 4.000 Euro an einen Freund in der Türkei überwiesen.

Da diese Schilderung eher nach einem illegalen Dokumentenkauf als nach einer regulären Fahrprüfung klingt, stellten die Beamten die Weiterreise ein. Den Mann erwartet nun ein Strafverfahren wegen:

  • Fahrens ohne Fahrerlaubnis

  • Urkundenfälschung


📋 Kompakt-Faktencheck

Details Information
Ort Neunburg vorm Wald, Landkreis Schwandorf
Zeit Samstag, 17.01.2026, 00:49 Uhr
Fahrer 46-jähriger Bulgare (Wohnsitz in Halle/Saale)
Behauptung Belgische Fahrerlaubnis, verloren am selben Tag
Kosten 4.000 € via Mittelsmann in der Türkei
Ermittlung Verdacht auf Urkundenfälschung & Schwarzfahren