Im Feuerwehrhaus Waldthurn absolvierten 22 Einsatzkräfte aus sechs Wehren den Lehrgang „Qualifizierte Erste Hilfe“ – mit intensiver Theorie und realistischen Übungen.

 

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Bildquelle: Kreisfeuerwehrverband NEW

 

Theorie und Grundlagen am Freitag

Am 14. November startete der zweitägige Lehrgang „Qualifizierte Erste Hilfe im Feuerwehrdienst“ im Feuerwehrhaus Waldthurn. Unter der Leitung von Kreisfeuerwehrarzt Rüdiger Hettler wurden 22 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Feuerwehren Burgtreswitz, Döllnitz, Floß, Leuchtenberg, Waidhaus und Waldthurn begrüßt.

Zum Auftakt vermittelte Ausbilder Stefan Radies grundlegende Themen wie das Auffinden einer Person, Eigenschutz, Bewusstseinsstörungen, stabile Seitenlage, Blutungen, Knochenbrüche und Vergiftungen. Im Anschluss berichtete Notarzt Rüdiger Hettler über typische Abläufe bei Verkehrsunfällen, die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst sowie darüber, was nach dem Abtransport eines Patienten passiert – ein Blick hinter die Kulissen, den Feuerwehrkräfte im Einsatz oft nicht erleben.

Praxisnaher Ausbildungstag am Samstag

Der zweite Lehrgangstag stand ganz im Zeichen praktischer Übungen. Nach der Vorstellung des Ausbilderteams – Alexandra Kummer, Patrick Jung, Stefan Radies, Marius Schmid und Johannes Windschiegl – wurden die Teilnehmenden in Kleingruppen eingeteilt.
Geübt wurde eine Vielzahl einsatzrelevanter Techniken: das Abnehmen eines Helms, das Anlegen einer Halskrause, Fahrzeugrettungen mit und ohne KED-System sowie der Patiententransport mit Tragetuch, Schaufeltrage, Vakuummatratze und Spineboard. Außerdem standen Wundversorgung, Blutstillung, der Umgang mit Amputationsverletzungen und das Anlegen eines Tourniquets auf dem Programm.

Reanimation, AED und Notfall-Szenarien

Nach einer Pause folgte ein intensiver Block zur Herzinfarktversorgung, Herz-Lungen-Wiederbelebung und zur weiteren Behandlung durch Notarzt und Klinik. Anschließend stellte Johannes Windschiegl die Ausstattung eines Rettungswagens vor. Eine weitere Station widmete sich der Bedienung eines automatischen externen Defibrillators (AED), um Hemmschwellen abzubauen und die einfache Anwendung zu zeigen. Zum Abschluss galt es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, realistisch inszenierte Notfallszenarien zu bewältigen – inklusive einer 15-minütigen Reanimation unter Leitung eines definierten Teamführers, bis der Rettungsdienst eingetroffen wäre.

Abschluss und Anerkennung

Eine abschließende Diskussionsrunde rundete den Lehrgang ab. Lehrgangsleiter Rüdiger Hettler bedankte sich für die engagierte Mitarbeit, beim Ausbilderteam sowie bei Kommandant Michael Bäumler und der Feuerwehr Waldthurn für Organisation und Verpflegung. Zum Lehrgangsabschluss überreichte Kreisbrandmeister Matthias Schmidt gemeinsam mit Kreisfeuerwehrarzt Hettler die Teilnahmebestätigungen und würdigte den hohen Einsatz aller Beteiligten.