In einem Einreisezug aus Prag nahmen Bundespolizisten in Furth im Wald ein ungarisches Paar fest. Gegen beide lagen Haftbefehle vor – doch nur einer konnte seine Strafe bezahlen.

 

Bundespolizei, Furth im Wald
Foto: Symbolbild

 

Furth im Wald – Grenzkontrolle deckt zwei Haftbefehle auf

Furth im Wald.  Am Donnerstag, 20. November, kontrollierte eine Streife der Bundespolizeiinspektion Waldmünchen gegen 16:30 Uhr ein ungarisches Paar in einem Einreisezug aus Prag. Bei der Überprüfung der Personalien stellten die Beamten fest, dass sowohl die 23-jährige Frau als auch der 26-jährige Mann per Haftbefehl gesucht wurden.

Geldstrafe für junge Frau sofort bezahlt

Die 23-Jährige wurde von der Staatsanwaltschaft Leipzig wegen Diebstahls zu einer Ersatzfreiheitsstrafe ausgeschrieben. Sie konnte telefonisch einen Bekannten erreichen, der die fällige Geldstrafe in Höhe von 640 Euro im Bundespolizeirevier Furth im Wald bezahlte. Damit war der Haftbefehl erledigt und die Frau durfte ihre Reise fortsetzen.

Mann muss Ersatzfreiheitsstrafe antreten

Der 26-jährige Begleiter hatte weniger Glück: Gegen ihn lag ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Erfurt wegen Erschleichens von Leistungen vor. Für seine Geldstrafe reichte das vom Bekannten bereitgestellte Geld nicht mehr aus. Die Bundespolizisten lieferten den Mann daraufhin in die Justizvollzugsanstalt Regensburg ein, wo er eine zwölf­tägige Ersatzfreiheitsstrafe antreten muss.

Effektive Grenzkontrollen zeigen Wirkung

Der Einsatz zeigt erneut, wie wirkungsvoll systematische Kontrollen im grenzüberschreitenden Bahnverkehr sind. Durch die schnelle Reaktion der Bundespolizei konnten beide Haftbefehle vollstreckt werden.