Tagelang herrschte unter Hundebesitzern im Bereich Waradein und Ränkam große Verunsicherung. Berichte über ausgelegte Wurst- und Hackfleischmengen in einem Waldstück sorgten in den sozialen Medien für Angst vor Giftködern. 

(Bericht: PI Furth im Wald)

Am Samstagvormittag (28.03.2026) identifizierten die Beamten eine 59-jährige Frau als Verursacherin. Die Hintergründe für ihr Handeln sind ebenso ungewöhnlich wie rechtlich folgenreich.

Sorge vor Giftködern: Untersuchung gibt Entwarnung

In der vergangenen Woche häuften sich die Funde von Hundeleckerlis, Wurst und Schweinehackfleisch neben einem Feldweg in einem kleinen Waldstück bei Waradein. Die Befürchtung vieler Tierhalter: Ein Unbekannter könnte präparierte Köder ausgelegt haben, um Hunden gezielt zu schaden.

  • Keine Gefahr: Die polizeiliche Untersuchung der sichergestellten Produkte bestätigte diesen Verdacht glücklicherweise nicht. Es wurden weder Gifte noch gefährliche Gegenstände (wie Rasierklingen oder Nägel) gefunden.

Nebel, Wald, Unfall
Foto: Symbolbild

59-jährige Hundebesitzerin wollte Füchse anfüttern

Die Ermittlungen führten die Beamten zu einer Frau aus Arnschwang. Auf ihr Handeln angesprochen, zeigte sich die 59-Jährige geständig, gab jedoch eine überraschende Motivation an.

  • Die Absicht: Die Frau, die kurioserweise selbst Hundebesitzerin ist, wollte mit den Fleischwaren keine Hunde schädigen, sondern gezielt Füchse anfüttern.

  • Fundorte: Die Köder wurden vor allem im Bereich des Feldwegs zwischen Ränkam und Arnschwang sowie im Ortsteil Waradein ausgelegt.


Rechtliche Konsequenzen: Verfahren eingeleitet

Auch wenn keine böse Absicht gegenüber Hunden vorlag, bleibt das Auslegen von Fleisch in der freien Natur nicht ohne Folgen. Das eigenmächtige Füttern von Wildtieren verstößt gegen geltendes Recht.

Gegen die Frau wurden nun mehrere Verfahren eingeleitet:

  1. Ordnungswidrigkeit nach dem Bayerischen Jagdgesetz: Unbefugtes Füttern von Wild ist untersagt.

  2. Verstoß gegen das Tiergesundheitsgesetz: Das Ausbringen von Fleischwaren (insbesondere Schweinefleisch) in der Natur birgt seuchenrechtliche Risiken (z. B. Übertragung von Krankheiten auf Wild- oder Haustiere).


📋 Kompakt-Faktencheck: Entwarnung Furth im Wald

Detail Fakten
Ort Waradein / Feldweg zwischen Ränkam und Arnschwang
Gegenstände Wurst, Hackfleisch, Hundeleckerlis
Verursacherin 59-jährige Frau aus Arnschwang
Motivation Anfüttern von Füchsen
Ergebnis Keine Gift- oder Fremdstoffe gefunden