Mit einem Großaufgebot von über 30 Einsatzkräften ist die Kriminalpolizei Amberg am vergangenen Mittwoch gegen die Verbreitung von Kinder- und Jugendpornografie vorgegangen.
Großangelegte Razzia in zwei Landkreisen
Am Mittwoch, den 28. Januar, führten Beamte der Kriminalpolizeiinspektion Amberg koordinierte Hausdurchsuchungen durch. Ziel der Maßnahmen war die Bekämpfung von Besitz, Herstellung und Verbreitung von kinder- und jugendpornografischen Inhalten. Unterstützt durch den Einsatzzug Amberg, nahmen insgesamt mehr als 30 Polizisten sechs Objekte in der Stadt und im Landkreis Schwandorf sowie im Landkreis Amberg-Sulzbach unter die Lupe.

Umfangreiches Beweismaterial sichergestellt
Die Bilanz der Ermittler ist beachtlich:
-
Über 40 Datenträger wurden als Beweismittel beschlagnahmt und befinden sich nun in der digitalen Auswertung.
-
Neben den pornografischen Inhalten stießen die Beamten auch auf zwei verbotene Messer.
-
Zudem wurden Cannabispflanzen in einer nicht erlaubten Menge sichergestellt.
Fallzahlen steigen massiv an
Die Bekämpfung dieser Delikte ist ein zentraler Schwerpunkt des Polizeipräsidiums Oberpfalz. Die Statistik verdeutlicht die Dringlichkeit: Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Fallzahlen um dramatische 49,4 Prozent. Während 2023 noch 360 Fälle registriert wurden, waren es 2024 bereits 538 Fälle.
Dr. Tobias Mattes, Leiter der KPI Amberg, betont die Schwere der Taten: „Hinter jeder Datei steht ein reales Opfer. Der Schutz von Kindern und Jugendlichen hat für uns oberste Priorität.“
📋 Kompakt-Faktencheck
| Details | Information |
| Einsatzleitung | Kriminalpolizeiinspektion (KPI) Amberg |
| Einsatzorte | Lkr. Schwandorf, Lkr. Amberg-Sulzbach |
| Kräfte | Über 30 Beamte (inkl. Einsatzzug Amberg) |
| Sicherstellungen | > 40 Datenträger, verbotene Messer, Cannabis |
| Hintergrund | Besitz, Verbreitung & Herstellung von Kinder-/Jugendpornografie |
| Aufklärungsquote | 84,8 % im Jahr 2024 (Oberpfalz) |
