Rund 8.000 Menschen feierten am Palmsonntag den traditionellen Starkbieranstich auf dem Adlersberg. Trotz einer teils starken Alkoholisierung der überwiegend jungen Festgäste spricht die Polizei von einer weitgehend friedlichen Veranstaltung.

(Bericht: PI Nittendorf)

Am Sonntag (29.03.2026) sorgte ein Großaufgebot der Polizeiinspektion Nittendorf, unterstützt durch den Einsatzzug Regensburg, die Bereitschaftspolizei und eine Drohne, für die Sicherheit rund um den „Palmator“.

Böllerwurf und Schlägerei: Die Schattenseiten des Festes

Obwohl die Zahl der Zwischenfälle im Vergleich zu den Vorjahren zurückging, mussten die Beamten bei mehreren Delikten einschreiten:

  • Gefährlicher Böllerwurf: Gegen 11:30 Uhr zündete ein 17-Jähriger aus Lappersdorf am Südeingang einen Böller und warf ihn gezielt auf eine 25-jährige Regensburgerin. Die Frau erlitt Brandverletzungen an den Beinen. Den Jugendlichen erwartet nun ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung.

  • Aggression am Biertisch: Am Nachmittag (16:30 Uhr) eskalierte ein Streit zwischen einem 18-jährigen Lappersdorfer und zwei Kontrahenten (24 und 19 Jahre). Der Jüngere schlug seinen Gegnern mehrfach ins Gesicht.

  • Beleidigung gegen Beamte: Ein stark betrunkener 24-jähriger Pettendorfer pöbelte gegen 16:00 Uhr die Einsatzkräfte an. Er erhielt einen Platzverweis und eine Anzeige.

Palmator Regensburg, Hemau Rettungsdienst, Polizei, Amberg
Foto: Symbolbild

Verkehrskonzept geht auf – Müllberge sorgen für Unmut

Das erweiterte Sicherheits- und Verkehrskonzept der Gemeinde Pettendorf und der Polizei bewährte sich laut Bilanz erneut. Die Sperrung der Dominikanerinnenstraße und die Einrichtung spezieller Taxi- und Abholzonen sorgten für einen nahezu störungsfreien Verkehrsfluss.

Sorge bereitet jedoch das Verhalten der Wanderer auf den „Einfallsrouten“ (z. B. über Tremmelhauser Höhe oder Kneiting):

  • Müllproblem: Entlang der Wege blieben Unmengen an Glasflaschen, Plastikmüll und Pappbechern zurück – sehr zum Ärgernis der betroffenen Wald- und Feldbesitzer.

  • Vandalismus: Unbekannte rissen zahlreiche Leitpfosten aus den Verankerungen und warfen diese in Gräben und Felder.


30 medizinische Notfälle durch das BRK versorgt

Die Sanitäter des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) hatten in ihrer Rettungswache gut zu tun. Insgesamt mussten 30 Personen medizinisch versorgt werden. Die Hauptursachen waren:

  • Übermäßiger Alkoholkonsum

  • Kleinere Schnittverletzungen

  • Schürfwunden


📋 Kompakt-Faktencheck: Palmator 2026

Detail Fakten
Besucherzahl ca. 8.000 Personen
Ort Adlersberg, Pettendorf
Häufigste Delikte Körperverletzung, Beleidigung, Sprengstoffgesetz
Sicherheitskräfte PI Nittendorf, Einsatzzug, BePo, Drohnenstaffel
BRK-Einsätze 30 Behandlungen (v.a. wegen Alkohol)