Polizei

In den vergangenen Tagen verzeichnet die Polizei vermehrt Fälle von Betrug durch falsche Bankmitarbeiter. Unter Vorspiegelung falscher Tatsachen bringen sie die Angerufenen zur Preisgabe sensibler Daten oder zur Autorisierung von Überweisungen. In zwei aktuellen Fällen entstand ein finanzieller Schaden. Die Oberpfälzer Polizei warnt eindringlich vor dieser Vorgehensweise und rät zu besonderer Vorsicht im Umgang mit sensiblen Bankdaten.

 

Regensburg Polizei Kriminalpolizei Unfall Callcenter
Foto: Pixabay

 

Am 30. Juni 2025 erhielt eine über 80-jährige Frau aus Sulzbach-Rosenberg eine SMS, angeblich von ihrer Bank. Darin wurde mitgeteilt, dass ihr TAN-Verfahren erneuert werden müsse. Die Seniorin klickte am Nachmittag auf den beigefügten Link und wurde dort aufgefordert, persönliche Daten anzugeben.

Gegen 18:45 Uhr meldete sich eine unbekannte männliche Stimme telefonisch bei ihr. Der Anrufer gab vor, das Tages- und Monatslimit ihres Online-Banking-Kontos anpassen zu müssen. Dabei führte er die Frau durch ihr Online-Banking und überzeugte sie, Änderungen vorzunehmen. Anschließend wurden zwei Überweisungen, insgesamt im niedrigen fünfstelligen Eurobereich, getätigt.

Ein ähnlicher Fall ereignete sich am 27. Juni. Eine angebliche Bankmitarbeiterin rief zwei Personen aus Dietfurt a.d. Altmühl an und behauptete, drei Terminüberweisungen müssten gestoppt werden. Im weiteren Verlauf wurde eine Software eingesetzt, um Zugriff auf den PC der Geschädigten zu erlangen. Die geschädigte 64-jährige Frau bestätigte vermeintliche Abbuchungen über eine App, in der Annahme, unberechtigte Abbuchungen zu verhindern.

Stattdessen wurden drei Abbuchungen von ihrem Konto autorisiert. Während des Telefonats wurde der Betrugsversuch erkannt und das Gespräch beendet. Die echte Bank konnte zwei der drei Abbuchungen rechtzeitig stoppen. Die Rückerstattung des dritten Betrags wird derzeit noch geprüft. Der entstandene Schaden beläuft sich auf einen niedrigen fünfstelligen Betrag.

Die Oberpfälzer Polizei rät dringend:

  • Klicken Sie keine Links in unerwarteten SMS oder E-Mails an!
  • Geben Sie keine persönlichen Daten oder TANs am Telefon oder im Internet weiter!
  • Seien Sie besonders vorsichtig bei Anrufen, in denen Sie zur Eingabe oder Änderung von Sicherheitsdaten aufgefordert werden.
  • Im Zweifel kontaktieren Sie Ihre Bank direkt über die bekannten Telefonnummern.