Auf der A93 geriet am Dienstag ein mit 20 Tonnen Autobatterien beladener Auflieger in Brand. Während der Lkw-Fahrer geistesgegenwärtig reagierte, kämpften zahlreiche Feuerwehren gegen die Flammen und für den Umweltschutz.
Vorbildliches Handeln verhindert Schlimmeres
Am Dienstagmorgen (10.02.2026) um 06:11 Uhr schrillten die Alarmglocken bei der Berufsfeuerwehr Regensburg und mehreren Freiwilligen Feuerwehren. Zwischen der Abfahrt Kumpfmühl und dem Kreuz Regensburg (Fahrtrichtung München) war ein Lkw-Auflieger in Brand geraten.
Der Lkw-Fahrer bewies Nervenstärke: Er trennte die Sattelzugmaschine noch vor Eintreffen der Rettungskräfte vom brennenden Auflieger und brachte sich und das Zugfahrzeug in Sicherheit. Eigene Löschversuche mit Handfeuerlöschern blieben aufgrund der Brandintensität jedoch ohne Erfolg.

20 Tonnen Batterien: Schaum-Einsatz und Erdaushub
Der Auflieger war mit rund 20 Tonnen herkömmlichen 12-Volt-Autobatterien beladen. Die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Regensburg sowie der Löschzüge Altstadt, Winzer und der FF Lappersdorf rückten dem Feuer mit Wasser und Schaum zu Leibe. Da es sich nicht um Lithium-Ionen-Akkus handelte, zeigten die Löschmaßnahmen schnell Wirkung.
Ein größeres Problem stellte jedoch der Umweltschutz dar:
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Kontamination: Säurehaltiges und kontaminiertes Löschwasser sickerte in das Erdreich ein.
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Umweltmaßnahmen: In enger Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt wurde noch vor Ort ein großflächiger Erdaushub veranlasst.
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Bergung: Ein Spezialunternehmen muss den beschädigten Auflieger entladen und abtransportieren.
Massive Verkehrsbehinderungen durch Vollsperrung
Da die Einsatzstelle im Grenzbereich zwischen Stadt und Landkreis Regensburg lag, war eine komplexe Koordination nötig. Neben der Polizei und dem Rettungsdienst waren auch die Feuerwehrführungen aus Pentling und des Landkreises involviert. Für die Dauer der Lösch- und Bergungsarbeiten musste die A93 vollständig gesperrt werden, was zu erheblichen Rückstaus im Berufsverkehr führte.
📋 Kompakt-Faktencheck: Lkw-Brand A93
| Detail | Fakten |
| Ort | A93, Fahrtrichtung München (nach Abfahrt Kumpfmühl) |
| Zeitpunkt | Dienstag, 10.02.2026, ab 06:11 Uhr |
| Ladung | ca. 20 Tonnen 12-Volt-Autobatterien |
| Schäden | Vollbrand des Aufliegers, kontaminiertes Erdreich |
| Personenschaden | Keine Verletzten |
| Einsatzkräfte | BF Regensburg, LZ Altstadt, LZ Winzer, FF Lappersdorf u.v.m. |
Erhebliche Verkehrsbeeinträchtigung durch brennenden Lkw auf der A93
Erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen in und um Regensburg waren gestern die Folge einer Vollsperrung der A93 in Fahrtrichtung Holledau. Aufgrund eines technischen Defekts kam es gegen 6 Uhr morgens zwischen den Überfahrten zur A3 in Richtung Nürnberg bzw. Passau zum Vollbrand eines mit 22 Tonnen Autobatterien beladenen Lkws. Nach ersten Einschätzungen vor Ort konnte die Überleitung zur A3 in Fahrtrichtung Nürnberg bereits nach einer Stunde wieder für den Verkehr freigegeben werden.
Aufgrund der aufwendigen Bergung des Sattelaufliegers und dessen Ladung war die Fahrbahn Richtung Holledau jedoch bis 14 Uhr komplett gesperrt. Nachdem anschließend der Verkehr einspurig an der Unglücksstelle vorbeigeleitet werden konnte, erfolgte schließlich die Komplettfreigabe gegen 17 Uhr. Der Brand wurde durch die freiwilligen Feuerwehren aus Lappersdorf, Winzer, Pentling und Regensburg, sowie der Berufsfeuerwehr Regensburg gelöscht.
Nach Begutachtung durch das Wasserwirtschaftsamt war der Austausch des Erdreich am Einsatzort erforderlich, um zu verhindern, dass Löschmittel ins Grundwasser gelangen. Durch den Fahrzeugbrand kamen keine Personen zu Schaden. Eine Gefahr für die Bevölkerung durch die starke Rauchentwicklung bestand zu keiner Zeit.
