Ein junger Mann ist in die Falle von Internet-Erpressern getappt. Nachdem er private Aufnahmen verschickt hatte, wurde er massiv unter Druck gesetzt und um sein Erspartes gebracht. Die Kriminalpolizei Regensburg warnt nun eindringlich vor dieser Masche.
Von der Dating-Plattform zur Erpressung
Anfang Februar begann für einen 18-jährigen Deutschen ein Albtraum, der ihn schließlich zur Polizeiinspektion Regenstauf führte. Nach bisherigen Ermittlungen wurde er auf einer sozialen Plattform von einer unbekannten Person kontaktiert.
Der Tathergang folgte einem klassischen Muster:
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Kontaktanbahnung: Das Gespräch wurde schnell auf einen Messenger-Dienst verlagert. Der Täter nutzte dabei eine Nummer mit amerikanischer Vorwahl.
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Die Falle: Im Laufe des vertrauensvollen Austauschs übersandte der junge Mann intime Bildaufnahmen von sich.
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Die Drohung: Kaum waren die Bilder verschickt, forderte der Unbekannte Geld. Sollte der 18-Jährige nicht zahlen, würden die Aufnahmen im Internet veröffentlicht.
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Der Schaden: Aus Angst vor der sozialen Bloßstellung überwies der Geschädigte mehrfach Beträge. Insgesamt erbeutete der Täter so über 1.000 Euro.

Kripo Regensburg übernimmt Ermittlungen
Die Kriminalpolizei Regensburg hat die Sachbearbeitung übernommen. Die Identifizierung der Täter gestaltet sich oft schwierig, da diese meist aus dem Ausland agieren. Die Polizei warnt deshalb präventiv: Verschicken Sie niemals intime Inhalte an Personen, die Sie nur flüchtig oder gar nicht persönlich kennen.
📋 Kompakt-Faktencheck: Sextortion in Regenstauf
| Detail | Fakten |
| Tatzeit | Anfang Februar 2026 |
| Ort | Regenstauf (Lkr. Regensburg) |
| Opfer | 18-jähriger Deutscher |
| Schaden | Über 1.000 Euro |
| Masche | Erpressung mit intimen Bildaufnahmen (Sextortion) |
| Ermittler | Kriminalpolizei Regensburg |
💡 Präventions-Tipps der Polizei
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Keine intimen Fotos: Verschicken Sie niemals Nacktaufnahmen oder sexuelle Videos im Internet.
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Kameras abdecken: Schützen Sie Ihre Privatsphäre an Laptop und PC.
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Nicht zahlen: Wenn Sie erpresst werden, überweisen Sie kein Geld! Die Forderungen hören meist nie auf.
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Beweise sichern: Erstellen Sie Screenshots vom Chatverlauf und dem Profil des Täters.
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Anzeige erstatten: Gehen Sie sofort zur Polizei. Das ist kein Grund, sich zu schämen – Sie sind das Opfer einer Straftat.
