Mit einer dramatischen Geschichte über einen tödlichen Unfall und eine drohende Haftstrafe versuchten Betrüger am Dienstag, eine Seniorin in Arnschwang um ihr Erspartes zu bringen. 

Die Masche: „Ihre Tochter hat jemanden überfahren“

Am Dienstagnachmittag (13.01.2026) klingelte bei der Rentnerin das Telefon. Eine Frau, die sich als Polizistin aus Furth im Wald ausgab, berichtete in fließendem Deutsch von einer angeblichen Tragödie: Eine der Töchter der Seniorin habe einen Radfahrer tödlich verletzt. Um eine sofortige Haftstrafe abzuwenden, müsse die 85-Jährige eine Kaution von 69.000 Euro hinterlegen.

Um die Geschichte glaubwürdig zu machen, setzten die Betrüger auf perfide psychologische Tricks: Im Hintergrund war lautes Weinen und Schluchzen zu hören. Die angebliche Tochter könne selbst nicht sprechen, da sie sich beim Unfall „auf die Zunge gebissen“ habe.

Anlagenbetrug Trickbetrug, Schockanruf, Polizei, Seniorin
Foto: Symbolbild

Seniorin durchschaut das falsche Spiel

Die Anruferin bohrte gezielt nach Bargeld, Gold und Bankguthaben und fragte sogar, ob die Seniorin für eine Übergabe selbst Auto fahren könne. Obwohl die Rentnerin zunächst verunsichert war, wurde sie schnell misstrauisch. Sie erklärte der Betrügerin am Telefon deutlich, dass sie den Schwindel durchschaut habe. Als die Seniorin klarstellte, dass sie das Spiel nicht mitspiele, legte die falsche Polizistin sofort auf.

Die Polizei lobt das Verhalten ausdrücklich: Die Rentnerin zeigte ein gesundes Misstrauen und ließ sich trotz der emotionalen Drucksituation nicht unter Druck setzen.


📋 Kompakt-Faktencheck

Details Information
Ort Arnschwang (Lkr. Cham)
Zeit Dienstag, 13.01.2026, nachmittags
Masche Schockanruf (Tochter angeblich in Haft nach Unfall)
Forderung 69.000 Euro Kaution
Täterin Weiblich, fließend Deutsch, gibt sich als Polizistin aus
Ausgang Kein Schaden, Rentnerin durchschaut Betrug

🛡️ Präventions-Tipps der Polizei

  • Misstrauisch sein: Die Polizei fordert am Telefon niemals Bargeld, Gold oder Wertsachen.

  • Kontaktaufnahme: Legen Sie auf und rufen Sie Ihre Angehörigen unter der Ihnen bekannten Nummer selbst an.

  • Keine Details: Geben Sie niemals Auskunft über Ihre Vermögensverhältnisse an Unbekannte.

  • Notruf: Informieren Sie bei verdächtigen Anrufen sofort die echte Polizei über die 110.