Ein 51-jähriger Autofahrer verlor kurz vor der Krondorfbrücke aufgrund von Übermüdung die Kontrolle über seinen Wagen. Das Fahrzeug krachte in die Baustellenabsperrung und schleifte Trümmerteile über 100 Meter weit mit.

Im Schlaf in die Warnbaken

Gegen 09:20 Uhr war ein 51-jähriger Rumäne am Sonntag (04.01.2026) auf der A3 in Fahrtrichtung Nürnberg unterwegs. Zwischen den Anschlussstellen Velburg und Neumarkt-Ost ereilte den Mann die Müdigkeit. Vermutlich infolge einer zu langen Fahrt ohne ausreichende Pausen fiel er in einen fatalen Sekundenschlaf.

Als der Fahrer wieder zu sich kam, war eine Kollision nicht mehr abzuwenden: Sein Pkw raste in die linksseitige Absperrung der Baustelle an der Krondorfbrücke. Dabei wurden mindestens fünf Warnbaken samt Leuchten zerstört. Besonders gefährlich: Eine der Baken verkeilte sich so unglücklich unter dem Auto, dass sie über eine Distanz von 100 Metern mitgeschleift wurde.

Sekundenschlaf, Unfall, Polizei
Foto: Symbolbild

Straftat statt Unfall: Sicherheitsleistung fällig

Das schwer beschädigte Fahrzeug blieb schließlich auf der rechten Fahrspur liegen und ließ sich nicht mehr starten. Die Autobahnpolizei Parsberg musste die Unfallstelle absichern und einen Abschleppdienst verständigen. Glücklicherweise blieb der 51-Jährige bei dem Aufprall unverletzt.

Rechtlich hat der Vorfall jedoch schwere Konsequenzen: Das Einschlafen am Steuer wird als Gefährdung des Straßenverkehrs (§ 315c StGB) eingestuft und stellt eine Straftat dar. Da der Unfallverursacher keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat, ordnete die zuständige Staatsanwältin die sofortige Einbehaltung einer Sicherheitsleistung im unteren vierstelligen Euro-Bereich an.


📋 Kompakt-Faktencheck

  • Ort: BAB A3, Velburg Richtung Neumarkt-Ost (Krondorfbrücke)

  • Zeit: Sonntag, 04.01.2026, 09:20 Uhr

  • Beteiligte: 51-jähriger Rumäne

  • Ursache: Sekundenschlaf / Übermüdung

  • Schaden: 5 Warnbaken zerstört, Pkw fahrunfähig (Totalschaden am Baustellenequipment)

  • Folge: Strafverfahren, Sicherheitsleistung (vierstelliger Betrag)


🔍 Präventionshinweis

Die Autobahnpolizei rät dringend: Legen Sie bei langen Fahrten rechtzeitig Pausen ein. Erste Anzeichen wie häufiges Gähnen oder schwere Augenlider sind Warnsignale des Körpers, die lebensgefährlich sein können.