Sicherheitswacht. Nabburg, Lkr. Schwandorf – Die ehrenamtlichen Angehörigen der Sicherheitswacht in der Oberpfalz trafen sich am Samstag, den 8. November, zu ihrer jährlichen zentralen Fortbildung in der Nordgauhalle in Nabburg. Ziel der Veranstaltung war es, die Mitglieder praxisnah zu schulen und sie auf ihre Einsätze im öffentlichen Raum vorzubereiten.

Polizeipräsident Thomas Schöniger begrüßte die engagierten Sicherheitswachtangehörigen aus allen Teilen der Oberpfalz und betonte deren unverzichtbare Rolle im Sicherheitsgefüge Bayerns. „Sie sind die Augen und Ohren der Polizei vor Ort – bürgernah, ehrenamtlich und stets mit Menschenverstand im Einsatz“, lobte Schöniger. Auch Johann Kleber, 3. Bürgermeister der Stadt Nabburg, unterstrich die Bedeutung der jährlichen Zusammenkunft als gute Tradition.
Lob für bürgernahes Engagement
Besonders gefeiert wurde die 1.500ste Sicherheitswachtangehörige in Bayern, die aus der Oberpfalz stammt – ein Meilenstein für das seit über 30 Jahren bestehende Ehrenamtsprojekt. Die Sicherheitswacht Bayern unterstützt die Polizei durch Präsenz im öffentlichen Raum, deeskalierende Kommunikation sowie bürgernahe Beobachtung und Meldung von Gefahren.
Deeskalation im Fokus
Im Zentrum der Fortbildung stand ein Vortrag einer Kommunikationsexpertin der Polizei aus München. Die Teilnehmer lernten, wie sie auf provokantes oder aggressives Verhalten während ihrer Streifen deeskalierend reagieren können. Solche Schulungen tragen entscheidend dazu bei, dass die Sicherheitswacht ihre Aufgaben effektiv und sicher erfüllt.
So können Sie Teil der Sicherheitswacht werden
Die Sicherheitswacht wurde 1994 gegründet, in der Oberpfalz erstmals 1995 in Weiden i.d.OPf. eingesetzt und umfasst mittlerweile rund 181 Mitglieder in 33 Städten und Gemeinden. Sie besitzen Rechte ähnlich wie jeder Bürger, etwa das Festhalten von Straftätern, Nothilfe oder Platzverweise bei Gefahr. Ausgestattet mit Dienstkleidung, Funkgeräten, Selbstverteidigungsutensilien und einer Aufwandsentschädigung leisten sie wertvolle Arbeit für das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung.
Wer sich engagieren möchte, sollte zwischen 18 und 62 Jahre alt sein, zuverlässig, verantwortungsbewusst und gesundheitlich für Außendienste geeignet. Sprachkenntnisse, eine abgeschlossene Schul- oder Berufsausbildung sowie ein sicherheitsrechtlich einwandfreies Führungszeugnis sind weitere Voraussetzungen. Abhängig vom persönlichen Engagement sollten Interessierte fünf Stunden oder mehr pro Monat für ihre ehrenamtliche Tätigkeit aufbringen können.
Weitere Informationen zur Bayerischen Sicherheitswacht finden Sie unter: https://www.polizei.bayern.de/wir-ueber-uns/sicherheitswacht/index.html. — Haben Sie Interesse? Dann setzen Sie sich mit ihrer Polizeidienststelle in Verbindung.
