Gefährliche Fahrt am Mittwochmorgen: Ein aufmerksamer Zeuge verhinderte Schlimmeres auf der A6, als er einen torkelnden Sattelzug meldete. Die Festnahme des alkoholisierten Fahrers endete schließlich im Handgemenge mit der Polizei.

 

Wernberg-Köblitz – Schlangenlinien auf der A6 Richtung Tschechien

Am Mittwoch (18.02.2026) gegen 07:20 Uhr ging bei der Einsatzzentrale ein Notruf ein. Ein Autofahrer berichtete von einem 40-Tonnen-Sattelzug, der ab der Anschlussstelle Schmidgaden in massiven Schlangenlinien über die Autobahn fuhr.

Eine Streife der Verkehrspolizeiinspektion Weiden i.d.OPf. konnte den Lkw kurz darauf lokalisieren und auf den Parkplatz Wittschauer Höhe leiten. Bei der Kontrolle des 58-jährigen serbischen Fahrers bestätigte sich der Verdacht sofort: Deutlicher Alkoholgeruch schlug den Beamten entgegen. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,92 Promille.

Wernberg-Köblitz, Neumarkt, Polizei, LKW
Foto: Symbolbild

Relative Fahruntüchtigkeit und heftiger Widerstand

Obwohl der Wert unter der Grenze zur absoluten Fahruntüchtigkeit lag, bewertete die Polizei die Schlangenlinien-Fahrt als klare alkoholbedingte Ausfallerscheinung. Damit liegt eine sogenannte relative Fahruntüchtigkeit vor, die strafrechtlich verfolgt wird.

Die Situation eskalierte bei der angeordneten Blutentnahme in einer Arztpraxis:

  • Widerstand: Der 58-Jährige weigerte sich und leistete körperlichen Widerstand.

  • Zwangsmittel: Die Beamten mussten den Mann fesseln und mit mehreren Kräften fixieren, um die medizinische Maßnahme durchzuführen.

  • Ergebnis: Es wurde niemand verletzt, doch der Fahrer muss sich nun zusätzlich wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte verantworten.


📋 Kompakt-Faktencheck: Trunkenheitsfahrt A6

Detail Fakten
Ort BAB 6, Parkplatz Wittschauer Höhe (Wernberg-Köblitz)
Zeitpunkt Mittwoch, 18.02.2026, 07:20 Uhr
Fahrzeug Sattelzug (40 Tonnen Gesamtgewicht)
Fahrer 58-jähriger Serbe (0,92 Promille)
Straftatbestände Trunkenheit im Verkehr, Widerstand gegen Beamte