Verkehrsunfälle
Geisterfahrer löst Auffahrunfall bei Weiden-West aus
Am Freitag, den 11. April 2025, kam es gegen 14:00 Uhr auf der A93 im Bereich der Anschlussstelle Weiden-West in Fahrtrichtung Hochfranken zu einem Verkehrsunfall, der durch einen bislang unbekannten Geisterfahrer ausgelöst wurde. Nach ersten Erkenntnissen befuhr ein bislang nicht identifizierter Fahrer die Autobahn entgegen der Fahrtrichtung. Zwei entgegenkommende Autofahrer konnten eine direkte Kollision mit dem Falschfahrer zwar vermeiden, mussten jedoch abrupt abbremsen, wodurch es zu einem Auffahrunfall zwischen ihnen kam.
Die beiden beteiligten Fahrzeuge, jeweils ein Skoda, wurden dabei leicht beschädigt. Eine 60-jährige Frau aus Weiden sowie ein 61-jähriger tschechischer Staatsbürger blieben glücklicherweise unverletzt. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf rund 5.000 Euro. Der Unfallverursacher entfernte sich unerkannt von der Unfallstelle, vermutlich über die Ausfahrt Weiden-West. Trotz einer sofort eingeleiteten Fahndung konnte das gesuchte Fahrzeug bislang nicht aufgefunden werden. Es handelt sich möglicherweise um einen dunklen Skoda oder Audi, gelenkt von einem Mann. Hinweise auf eine Beschädigung des Fluchtfahrzeugs liegen derzeit nicht vor.
Die Feuerwehr Weiden übernahm die Absicherung der Unfallstelle und reinigte die Fahrbahn. Die Sperrung der Fahrtrichtung Hof konnte gegen 14:30 Uhr aufgehoben werden. Die Verkehrspolizei Weiden bittet dringend um Zeugenhinweise, um den Falschfahrer zu identifizieren.

Schwerer Folgeunfall bei Pirk – Drei Verletzte und hoher Sachschaden
Nur rund eine halbe Stunde nach dem ersten Vorfall kam es zu einem weiteren schweren Unfall auf der A93 in Fahrtrichtung Hof. Kurz nach der Anschlussstelle Luhe-Wildenau musste ein Fahrzeug verkehrsbedingt abbremsen. Ein nachfolgendes Auto erkannte die Situation zu spät und fuhr auf. In der Folge versuchten zwei weitere Fahrzeuge, nach rechts auszuweichen, wurden dabei jedoch von einem anderen Wagen auf dem rechten Fahrstreifen erfasst.
Durch die Mehrfachkollision wurde ein weiteres Fahrzeug touchiert, das anschließend gegen einen Lastwagen schleuderte. Der Lkw-Tank wurde dabei beschädigt, was zu einem geringfügigen Austritt von Kraftstoff führte. Drei Personen erlitten leichte Verletzungen und wurden in nahegelegene Krankenhäuser gebracht. Die Feuerwehr stellte die Versorgung sicher und verhinderte eine größere Umweltgefährdung.
Aufgrund der Komplexität des Unfalls und der notwendigen Bergungs- und Reinigungsmaßnahmen musste die A93 in Fahrtrichtung Hof bis etwa 17:03 Uhr komplett gesperrt werden. Die Verkehrsteilnehmer wurden über die Ausfahrt Luhe-Wildenau ausgeleitet. Mehrere Feuerwehren aus der Region, darunter Oberwildenau, Luhe, Schirmitz und Neustadt, waren im Einsatz. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 100.000 Euro geschätzt.
Die Verkehrspolizei Weiden ermittelt in beiden Fällen und bittet insbesondere zum ersten Unfall dringend um sachdienliche Hinweise zum Geisterfahrer.
Meldung der Verkehrspolizei Weiden am 14.04.2025
Falschfahrer konnte ermittelt werden – Bezug: Pressemitteilung vom 11.04.2025 der Verkehrspolizeiinspektion Weiden i.d.OPf.
Im Zuge der Ermittlungen und aufgrund mehrerer Hinweise aus der Bevölkerung konnte die Falschfahrerin vom vergangenen Freitag durch Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Weiden i.d.OPf. ermittelt werden. Der entscheidende Hinweis kam von einem aufmerksamen Beifahrer, der zum Unfallzeitpunkt ein Foto des Falschfahrers machen konnte und dieses den Ermittlern zukommen ließ. Weitere interne Recherchen führten zu einer 68-jährigen Frau aus Weiden.
Am Samstag wurde diese durch die Beamten zu Hause aufgesucht und mit dem Tatvorwurf konfrontiert. Hierbei räumte sie ein, die verantwortliche Fahrzeugführerin gewesen zu sein. Sie gab an, zum Tatzeitpunkt nach einem Einkauf in einem nahegelegenen Fachgeschäft mit ihrem Pkw Skoda aus nicht mehr nachvollziehbaren Gründen falsch auf die Autobahn aufgefahren zu sein. Noch vor Ort wurde der Führerschein der Frau sichergestellt. Die 68-Jährige wird sich demnächst wegen mehrerer Verstöße, u.a. wegen Straßenverkehrsgefährdung und unerlaubten Entfernens vom Unfallort vor Gericht verantworten müssen.
