Bundespolizisten stoppten in Waidhaus einen voll beladenen Pkw mit verbotener Pyrotechnik. Zwei Niederländer erwartet nun ein Strafverfahren.

 

Waidhaus
Foto der Bundespolizei Waidhaus

 

Bundespolizei stoppt illegalen Feuerwerkstransport

Waidhaus.  Bei einer Grenzkontrolle in Waidhaus entdeckten Beamte am Dienstagabend ein bis unter das Dach mit Pyrotechnik gefülltes Auto. Der aus Tschechien eingereiste Pkw war von zwei Männern aus den Niederlanden besetzt. Im Kofferraum und bis in die Reserveradmulde hinein lagen rund 230 Kilogramm Feuerwerkskörper – darunter zahlreiche Artikel der in Deutschland verbotenen Kategorien F3 und F4.

Die beiden Männer konnten keine sprengstoffrechtliche Erlaubnis vorweisen. Nach eigenen Angaben wollten sie das Feuerwerk für Familie und Freunde mitbringen. Die Nettoexplosivmasse der gefundenen Ware betrug 28 Kilogramm. Die Beamten stellten alles sicher und erhoben jeweils 1.000 Euro Sicherheitsleistung. Es folgen Strafanzeigen wegen gemeinschaftlicher Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz.

Nach Abschluss der Maßnahmen durften die Männer ihre Fahrt ohne die verbotene Ladung fortsetzen.

Waidhaus – Bundespolizei warnt vor Billigfeuerwerk aus Tschechien

Die Bundespolizeiinspektion Waidhaus weist eindringlich darauf hin, keine Pyrotechnik auf tschechischen Märkten zu kaufen. Dort angebotene Produkte – darunter Böller mit Namen wie „Salute“ oder „La Bomba“ – sind häufig in Deutschland verboten oder erfordern spezielle Genehmigungen. Oft fehlt eine gültige BAM- oder CE-Kennzeichnung, teils werden Prüfsiegel sogar gefälscht. Die Folge: Lebensgefährliche Mängel und schwere Verletzungen.

Im Jahr 2024 stellten die Beamten mehr als 800 Kilogramm illegale Pyrotechnik sicher. Besonders riskant sind Feuerwerkskörper der Kategorien F3 und F4, die nur mit sprengstoffrechtlicher Erlaubnis verwendet werden dürfen. Wer sie ohne Genehmigung einführt, lagert oder zündet, macht sich strafbar.

Die Bundespolizei empfiehlt daher, ausschließlich Feuerwerk aus dem legalen deutschen Handel zu erwerben.