Dank eines Bürgerhinweises und koordinierter Fahndung nahmen Behörden einen mutmaßlichen Schleuser nach nur 18 Stunden fest.

Zeugin meldet verdächtige Vorgänge bei Amberg
Am Dienstagnachmittag, den 7. April 2026, beobachtete eine aufmerksame Zeugin an der B85 im Bereich Amberg, wie mehrere Personen aus einem Lastwagen ausstiegen. Sie verständigte umgehend die Bayerische Polizei. Beamte der Polizeiinspektion Amberg trafen vor Ort zwölf iranische und irakische Staatsangehörige an und nahmen diese in Gewahrsam. Eine sofort eingeleitete Fahndung nach dem beschriebenen Lkw verlief zunächst ohne Erfolg.
Bundespolizei übernimmt Ermittlungen wegen Schleusung
Da der Verdacht des gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern bestand, übernahm die Bundespolizeiinspektion Waidhaus unter Leitung der Staatsanwaltschaft Weiden i.d.Opf. die Ermittlungen. Nur 18 Stunden nach dem Vorfall bei Amberg entdeckte eine Streife der Bundespolizei am Mittwochabend, den 8. April, am Parkplatz des Zollamts Waidhaus einen Lkw, der exakt auf die Fahndungshinweise passte.
Klare Hinweise auf Personentransport auf der Ladefläche
Bei der anschließenden Kontrolle bestätigte sich der Verdacht. Fahrzeug und Auflieger konnten eindeutig der Schleusung zugeordnet werden. Die Bundespolizisten nahmen den 51-jährigen türkischen Fahrer vorläufig fest. Ermittler des Ermittlungsdienstes ordneten ihn als Fahrer während der Schleusung zu. Mit Unterstützung des Zolls Wernberg wurde die Zollplombe geöffnet und der Auflieger überprüft.
Auf der Ladefläche fanden die Einsatzkräfte deutliche Beweise für einen Personentransport unter prekären Bedingungen: offen liegende Kleidungsstücke, Decken, Matratzen, zahlreiche Wasserflaschen und teils geöffnete Pakete. Nach derzeitigem Stand besteht der dringende Tatverdacht, dass der 51-Jährige die zwölf Personen unerlaubt nach Deutschland eingeschleust hat. Er wird dem Haftrichter beim Amtsgericht Weiden i.d.OPf. vorgeführt.
