Fahndungserfolg an der A6: Beamte der Bundespolizei Waidhaus stoppten am Dienstagmorgen einen jungen Mann, der versuchte, mit ungültigen Dokumenten einzureisen. Statt der geplanten Weiterreise nach Barcelona endete die Fahrt für den 19-Jährigen in der Abschiebehaft.

Kontrolle im Fernreisebus Prag–Barcelona
Am Dienstagmorgen (07.04.2026) kontrollierten Bundespolizisten auf der A6 bei Waidhaus die Passagiere eines Fernreisebusses auf der internationalen Route von Prag nach Barcelona. Ein 19-jähriger Vietnamese legte bei der Überprüfung einen ungarischen Aufenthaltstitel vor. Was zunächst wie eine reguläre Reise aussah, entpuppte sich bei der genaueren Recherche im europäischen Fahndungssystem als Täuschungsversuch.
Ungültiges Dokument und falsche Angaben
Die Abfrage ergab, dass der Aufenthaltstitel von den ungarischen Behörden zur Fahndung ausgeschrieben war, da das Dokument bereits vor längerer Zeit für ungültig erklärt wurde. Einen gültigen vietnamesischen Reisepass konnte der junge Mann nicht vorlegen. Seine Behauptung, den Pass vor zwei Wochen in Tschechien verloren zu haben, hielt der polizeilichen Nachprüfung nicht stand: Die tschechischen Behörden hatten keinerlei Informationen über einen entsprechenden Verlust.
Abschiebehaft angeordnet
Die Beamten stellten das Visum sicher und nahmen den 19-Jährigen vorläufig fest. Ihm wurde die Einreise nach Deutschland offiziell verweigert. Die rechtlichen Konsequenzen folgten prompt:
- Ermittlungsverfahren: Verdacht der unerlaubten Einreise sowie der Visaerschleichung.
- Haftbefehl: Nach der Vorführung am Amtsgericht Weiden wurde die Einlieferung in die Abschiebehaftanstalt Hof angeordnet.
Von dort aus wird nun die Rückführung des Mannes in sein Heimatland Vietnam vorbereitet.
📌 Fakten auf einen Blick
Ort: Bundesautobahn A6, Waidhaus
Zeit: Dienstag, 07.04.2026, Vormittag
Beteiligter: 19-jähriger vietnamesischer Staatsangehöriger
Delikt: Verdacht der Visaerschleichung und unerlaubten Einreise
Status: In Abschiebehaft (JVA Hof), Rückführung nach Vietnam geplant
