Zöllner der Kontrolleinheit Waidhaus haben Ende Januar einen rumänischen Kleintransporter gestoppt. Dank modernster Röntgentechnik entlarvten die Beamten eine riesige Ladung unverzollter Zigaretten, die auf dem Weg nach Großbritannien war.

 

Versteckt in Paketen: Röntgenanlage bringt Gewissheit

Der 39-jährige Fahrer reiste über den ehemaligen Grenzübergang Waidhaus aus Tschechien ein. Gegenüber den Beamten gab er an, lediglich auf der Durchreise nach Großbritannien zu sein. Die Frage nach anmeldepflichtigen Waren verneinte er zunächst.

Da die Zöllner skeptisch blieben, wurde der Transporter in die Kontrollhalle der KEV Waidhaus geleitet. Bei der Durchleuchtung der Gepäckstücke mittels Röntgenanlage kam die Wahrheit ans Licht:

  • In zwei Paketen befanden sich 17.060 Zigaretten.

  • In einem weiteren Karton wurden zusätzliche 2.800 Stück entdeckt.

  • Alle Packungen trugen rumänische Steuerbanderolen, waren jedoch für den gewerblichen Transport nicht angemeldet.

 

Waidhaus
Foto: Hauptzollamt Regensburg

 

Steuerstrafverfahren eingeleitet: Knapp 4.000 Euro Nachzahlung

Insgesamt stellte der Zoll 19.860 Zigaretten sicher. Nach ersten Ermittlungen fungierte der 39-Jährige lediglich als Transporteur für zwei benannte Empfänger. Dennoch wurde gegen ihn ein Steuerstrafverfahren wegen des Verdachts des Bannbruchs und der Steuerhinterziehung eingeleitet.

Die festgesetzte Tabaksteuer für die Schmuggelware beläuft sich auf stolze 3.882,63 Euro. Nach Abschluss der Maßnahmen durfte der Mann seine Reise fortsetzen – allerdings ohne die illegale Fracht.


📋 Kompakt-Faktencheck: Zollfund A6

Details Information
Ort Parkplatz Ulrichsberg Nord (A6)
Kontrollierte Einheit KEV Waidhaus
Sicherstellung 19.860 Zigaretten
Steuerschaden 3.882,63 Euro
Beschuldigter 39-jähriger Rumäne
Ziel der Fracht Großbritannien