Süßes mit gefährlicher Nebenwirkung: Zöllner aus Furth im Wald haben bei einer Kontrolle auf der Autobahn 3 bei Regensburg illegalen Potenzhonig sichergestellt. Es ist bereits der fünfte Fall dieser Art seit Beginn des Jahres.

 

Fund in der Fahrerkabine

Am Freitag (23.01.2026) hielten Beamte der Kontrolleinheit Verkehrswege Furth im Wald einen türkischen Lastwagen auf der A3 für eine Routinekontrolle an. Obwohl der Fahrer behauptete, keine anmeldepflichtigen Waren dabei zu haben, wurden die Zöllner im Führerhaus fündig: Drei Gläser mit insgesamt 523 Gramm sogenanntem „Potenzhonig“ kamen zum Vorschein.

Zoll, Honig
Foto: Zoll Regensburg

Gefährlicher Wirkstoff ohne Zulassung

Laboruntersuchungen ähnlicher Präparate zeigen oft das Problem: Der Honig war mit dem Wirkstoff Sildenafil versetzt. Dabei handelt es sich um einen hochwirksamen, verschreibungspflichtigen Arzneistoff, der in dieser Form in Deutschland nicht zugelassen ist. Da der Fahrer kein ärztliches Rezept vorweisen konnte, wurde die Ware sofort beschlagnahmt.

René Matschke, Leiter des Hauptzollamts Regensburg, warnt eindringlich: „Die Einnahme solcher Produkte ohne ärztliche Beratung kann erhebliche gesundheitliche Risiken mit sich bringen.“

Strafverfahren eingeleitet

Für den Lkw-Fahrer hat der Fund juristische Konsequenzen. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz in Verbindung mit Bannbruch eingeleitet. Nach Abschluss der Maßnahmen durfte er seine Fahrt fortsetzen – allerdings ohne seinen Honig.


📋 Kompakt-Faktencheck

Details Information
Ort A3 bei Regensburg
Zeit Freitag, 23.01.2026
Sicherstellung 523 Gramm Potenzhonig (Wirkstoff Sildenafil)
Verstoß Arzneimittelgesetz & Bannbruch
Hintergrund 5. Fall dieser Art seit Januar 2026
Behörde Hauptzollamt Regensburg