Gewalt und Widerstand an Bahnhöfen in der Oberpfalz: In Regensburg wurde eine 16-Jährige brutal angegriffen, in Schwandorf leistete eine 20-Jährige massiven Widerstand gegen Bundespolizisten.

 

Regensburg Bundespolizei Schwandorf
Foto: Symbolbild

 

Jugendliche attackiert Gleichaltrige am Hauptbahnhof Regensburg

Bundespolizei Waldmünchen – Am Samstagnachmittag, 20. Dezember, kam es gegen 16:45 Uhr im Bereich des Arcadenstegs am Hauptbahnhof Regensburg zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen mehreren Jugendlichen. Eine 16-jährige Eritreerin beleidigte zunächst eine 16-jährige Deutsche, die die Beleidigung erwiderte. Daraufhin eskalierte der Streit: Die Eritreerin packte das Mädchen an den Haaren, riss sie zu Boden und trat ihr anschließend mit dem Fuß in den Bauch.

Zwei Freundinnen der Angreiferin hielten das Opfer dabei fest. Erst das Einschreiten eines Passanten beendete die Attacke. Die Geschädigte meldete sich später beim Bundespolizeirevier Regensburg und klagte über Schmerzen, konnte die Dienststelle jedoch selbstständig wieder verlassen. Die Erziehungsberechtigte wurde informiert.

Die Bundespolizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung. Vorhandene Videoaufzeichnungen werden ausgewertet.

Bundespolizei: 20-Jährige leistet massiven Widerstand am Bahnhof Schwandorf

Am Sonntagnachmittag, 21. Dezember, kam es gegen 16:00 Uhr am Bahnhof Schwandorf zu einem weiteren Polizeieinsatz. Die Bahnbetriebszentrale meldete eine Frau, die vermutlich unter Drogeneinfluss stand. Als Bundespolizisten die 20-jährige Algerierin kontrollieren wollten, versuchte sie zu flüchten. Die Frau ließ sich zu Boden fallen, wehrte sich massiv und musste schließlich gefesselt werden.

Bei der Durchsuchung auf der Polizeiinspektion Schwandorf fanden die Beamten Dokumente, die belegten, dass sich die Frau unerlaubt in Deutschland aufhielt. Verletzte gab es bei dem Einsatz nicht.

Die Bundespolizeiinspektion Waldmünchen ermittelt nun wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie wegen unerlaubten Aufenthalts. Nach Abschluss der Maßnahmen wurde die Frau an die Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Regensburg weitergeleitet.