Bei Kontrollen an der Autobahn A6 wurden am Mittwoch und Donnerstag zwei Männer festgenommen, gegen die Haftbefehle vorlagen. Für einen 27-Jährigen endete die geplante Wochenendreise nach Prag direkt hinter der Grenze in der Gefängniszelle.

 

Flucht vor Therapie endet im Fahndungsnetz

Am Mittwochabend (28.01.2026) kontrollierten die Beamten einen Fernreisebus in Fahrtrichtung Tschechien. Ein 27-jähriger Deutscher wollte zusammen mit seiner Lebensgefährtin ein Wochenende in Prag verbringen. Doch die Überprüfung seiner Personalien brachte eine brisante Vorgeschichte ans Licht: Der Mann war im November 2024 vom Amtsgericht München wegen eines Verbrechens nach dem Konsumcannabisgesetz zu über zwei Jahren Haft verurteilt worden.

Zwar war die Haft für eine Therapie unterbrochen worden, doch der Verurteilte brach diese vorzeitig ab und tauchte unter. Die Staatsanwaltschaft München suchte ihn seitdem per Haftbefehl. Die Bundespolizei nahm ihn fest; er muss nun seine Reststrafe von 590 Tagen absitzen.

Fahndungserfolg Waidhaus, Bundespolizei
Foto: Symbolbild

Geldstrafe nicht gezahlt: Ersatzhaft für 40-Jährigen

Nur einen Tag später, am Donnerstag (29.01.2026), ging den Fahndern bei der Einreisekontrolle ein 40-jähriger Rumäne ins Netz. Gegen ihn lag ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Weiden vor. Das dortige Amtsgericht hatte ihn im Mai 2025 wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu einer Geldstrafe von 2.700 Euro verurteilt. Da er weder damals noch bei der aktuellen Kontrolle den Betrag aufbringen konnte, lieferten ihn die Beamten zur Verbüßung einer mehrwöchigen Ersatzfreiheitsstrafe in die JVA Weiden ein.


📋 Kompakt-Faktencheck

Details Information
Ort BAB A6, Grenzkontrollstelle Waidhaus
Datum 28.01.2026 & 29.01.2026
Festnahme 1 27-jähriger Deutscher (Reststrafe: 590 Tage)
Grund 1 Verstoß Konsumcannabisgesetz / Therapieabbruch
Festnahme 2 40-jähriger Rumäne (Geldstrafe: 2.700 € offen)
Grund 2 Fahren ohne Fahrerlaubnis
Behörde Bundespolizeiinspektion Waidhaus