Bei Grenzkontrollen an der A6 stoppt die Bundespolizei Waidhaus einen Argentinier, der sich über 800 Tage zu lange im Schengenraum aufgehalten hat.

 

Waidhaus, Bundespolizei
Foto: Symbolbild

 

Nächtliche Kontrolle auf der A6

Waidhaus – In der Nacht auf Mittwoch (10. Dezember) haben Beamte der Bundespolizeiinspektion Waidhaus bei Grenzkontrollen an der A6 einen 42-jährigen argentinischen Staatsangehörigen festgenommen. Der Mann hatte den zulässigen Aufenthalt im Schengenraum um mehr als zwei Jahre überschritten.

811 Tage Überziehung – statt 90 erlaubten Tagen

Der 42-Jährige reiste in einem Fernreisebus auf der Strecke Prag–Straßburg. Bei der Kontrolle gegen 00:45 Uhr überprüften die Beamten seine Reisedokumente und stellten fest: Für argentinische Staatsbürger sind lediglich 90 Tage Aufenthalt innerhalb von 180 Tagen visumfrei möglich. Der Mann jedoch hatte sich 811 Tage länger im Schengenraum aufgehalten. Seine letzte registrierte Einreise erfolgte im Juni 2023 in Spanien.

Aufenthalt in mehreren Ländern – keine offiziellen Daten

Der Festgenommene gab an, seit seiner Einreise ununterbrochen im Schengenraum gelebt zu haben – unter anderem in Spanien, Portugal sowie zuletzt bei seiner Freundin in Tschechien, wo er eigenen Angaben zufolge auch gearbeitet habe.

Recherchen der Bundespolizei ergaben jedoch, dass die tschechischen Behörden keine aufenthaltsrechtlichen Informationen zu dem Mann gespeichert hatten.

Einreise verweigert – Rückführung vorbereitet

Die Einsatzkräfte verweigerten dem 42-Jährigen die Einreise und nahmen ihn zur weiteren Bearbeitung mit auf die Dienststelle.
Für Donnerstag ist seine Zurückweisung über den Flughafen Frankfurt nach Argentinien geplant.

Parallel leiteten die Beamten ein Strafverfahren wegen versuchter unerlaubter Einreise ein.