Die wieder eingeführten Grenzkontrollen brachten den Beamten der Bundespolizeiinspektion Waidhaus am vergangenen Wochenende (17. – 19. November) vier Fahndungserfolge ein. Es wurden vier mittels Haftbefehl gesuchte Straftäter festgenommen. Zwei von Ihnen wurden in die Justizvollzugsanstalt Weiden eingeliefert.

Am Freitag erwischten die Fahnder der Bundespolizei einen gesuchten Dieb an der A6 in Waidhaus. Der 24-jährige Rumäne war Insasse eines moldauischen Pkws und wurde wegen Diebstahls mittels Haftbefehl gesucht. Da er seine Justizschulden in Höhe von 1.000 Euro aus der Verurteilung des Amtsgerichts Deggendorf im August 2022 nicht bezahlt hatte, landetet er auf der Fahndungsliste der Staatsanwaltschaft. Auch dieses Mal bezahlte er seien Schulden nicht und musste die angeordnete Ersatzfreiheitsstrafe von 49 Tagen in der Justizvollzugsanstalt Weiden antreten.

Am Samstag ging den Beamten ein weiterer gesuchter rumänischer Dieb ins Netz. Der 35-Jährige hatte noch eine Rechnung mit dem Amtsgericht Nürnberg offen. Die zu zahlenden 200 Euro Justizschulden resultierten aus einer Verurteilung des Mannes aus dem Jahr 2022. Er entschied sich den offenen Betrag zu bezahlen und somit der angeordneten Ersatzfreiheitsstrafe von 10 Tagen zu entgehen und auf freiem Fuß zu bleiben.

Diese Wahl blieb einem 34-jähriger Rumäne am Sonntag verwehrt. Bereits vor drei Jahren verurteilte ihn das Amtsgericht Stuttgart wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu einer Freiheitsstrafe von vier Monaten. Dieser war er zumindest bis jetzt erfolgreich entgangen. Beamte der Bundespolizeiinspektion Waidhaus lieferten den 34-Jährigen zur Verbüßung seiner Strafe in die Justizvollzugsanstalt Weiden ein.

Nur kurz darauf erwischten die Bundespolizeifahnder den nächsten Schwarzfahrer an der A6. Die Staatsanwaltschaft Bayreuth war auf der Suche nach dem 37-jährigen Polen, da er die Bezahlung seiner Justizschulden bis dato entgangen war. Das Amtsgericht Bayreuth verurteilte ihn im April 2020 wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu einer Geldstrafe in Höhe von 1.200 Euro.

Der 37-Jährige entschied sich gegen den Antritt von 40 Tagen Ersatzfreiheitsstrafe und bezahlte seine Schulden bereitwillig bei der Bundespolizeiinspektion Waidhaus. Als Beifahrer setzte er seine Reise sodann fort.

Bericht der Bundespolizei Waidhaus