Am vergangenen Wochenende verweigerten Beamte der Bundespolizei Waidhaus neun Personen die Einreise. Mehrere Fernreisebusse standen im Fokus der Ermittler, wobei abgelaufene Visa und Fahndungsausschreibungen ans Licht kamen.
Fernreisebusse im Visier der Fahnder
Die Beamten kontrollierten zwischen Freitag (06.03.2026) und Montag mehrere internationale Busverbindungen auf der Route über die A6. Dabei stießen sie auf eine Vielzahl ungültiger Dokumente:
-
Abgelaufene Visa: Ein 24-jähriger Türke (unterwegs nach Lyon) und eine 36-jährige Mongolin (unterwegs nach Brügge) versuchten, mit längst abgelaufenen Dokumenten einzureisen.
-
Ungültige Aufenthaltstitel: Ein 34-jähriger Usbeke führte sogar zwei verschiedene Aufenthaltserlaubnisse (aus Kroatien und Litauen) mit sich – beide waren bereits für ungültig erklärt worden.
-
Fehlende Berechtigungen: Zwei Ukrainer (18 und 25 Jahre) verfügten zwar über Pässe oder Registrierungen aus anderen EU-Staaten, besaßen jedoch kein gültiges Visum für Deutschland.

Mehrfachtäter und Fahndungstreffer
In mehreren Fällen ging es um weit mehr als nur fehlende Papiere. Die Überprüfung in den Fahndungssystemen lieferte brisante Treffer:
-
Wiederholungstäter: Ein 31-jähriger Nordmazedonier wurde bereits zum zweiten Mal innerhalb von 48 Stunden gestoppt. Er war erst am Vortag in Sachsen (Berggießhübel) zurückgewiesen worden und versuchte es nun erneut in Waidhaus – trotz bestehendem Einreiseverbot.
-
Computerbetrug & Diebstahl: Ein 50-jähriger Ukrainer wurde wegen Verdachts auf Computerbetrug gesucht (u. a. Staatsanwaltschaft Leipzig). Ein 25-jähriger Moldauer stand wegen Diebstahls im Fokus der Behörden in Mainz und Eberswalde; er soll nun direkt in sein Heimatland abgeschoben werden.
Konsequenzen und Rückführungen
Die Bundespolizei reagierte konsequent:
-
Zurückweisungen: Die meisten Betroffenen mussten die Heimreise direkt antreten oder wurden nach Tschechien zurückgeschickt.
-
Strafverfahren: Gegen mehrere Personen wurden Ermittlungsverfahren wegen versuchter unerlaubter Einreise eingeleitet.
-
Abschiebungen: Für die mongolische Staatsangehörige sowie den Nordmazedonier wird derzeit die Rückführung in ihre jeweiligen Heimatländer vorbereitet.
📋 Kompakt-Faktencheck: Einreiseverweigerungen A6
| Nationalität | Vorfall / Grund | Maßnahme |
| Moldauer (41) | Aufenthalt um 90 Tage überschritten | Zurückweisung nach Tschechien |
| Türke (24) | Visum abgelaufen | Strafverfahren & Zurückweisung |
| Ukrainer (18) | Nur Asylregistrierung (PL) vorhanden | Strafverfahren & Zurückweisung |
| Ukrainer (50) | Gesucht wegen Computerbetrug | Zurückweisung & Meldung an StA |
| Nordmazedonier | Einreise trotz Verbot (Wiederholungstäter) | Rückführung in Heimatland geplant |
| Mongolin (36) | Tschechische Ausreiseaufforderung ignoriert | Rückführung in Heimatland geplant |
