Innerhalb von zwei Tagen beschäftigten ein drogenauffälliger Lkw-Fahrer, ein betrunkener E-Scooter-Fahrer und mutwillige Steinwürfe die Polizei in Schwandorf.


Schwandorf
Foto: Symbolbild/KI

Lkw-Fahrer auf A93 unter Amphetamin-Einfluss

Am Donnerstag, den 18. Juni 2026, fiel einer Streife der Autobahnpolizeistation Schwandorf gegen 17:04 Uhr auf der A93 bei Teublitz ein Lastwagen auf, dessen Fahrer trotz geltendem Überholverbot mehrere Fahrzeuge überholte. Die Beamten zogen den Lkw bei Schwandorf-Süd aus dem Verkehr und kontrollierten den Fahrer. Dabei zeigten sich drogentypische Auffälligkeiten. Ein vor Ort durchgeführter Drogenschnelltest fiel positiv auf Amphetamin aus, ein zusätzlicher Alkoholtest verlief hingegen negativ. Die Polizei untersagte dem 35-jährigen Mann aus Tschechien die Weiterfahrt und ordnete eine Blutentnahme an. Gegen ihn wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Straßenverkehrsgesetz eingeleitet.

Betrunken mit dem E-Scooter unterwegs

In der Nacht auf Freitag, gegen 03:00 Uhr, meldete eine 44-jährige Polin mit Wohnsitz in Wackersdorf der Polizei, dass ihr 36-jähriger Arbeitskollege, ebenfalls polnischer Staatsangehörigkeit und mit Wohnsitz in Wackersdorf, alkoholisiert mit einem E-Scooter unterwegs sei. Eine Streife konnte den Mann kurz darauf antreffen. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von knapp über 0,9 Promille, woraufhin die Beamten die Weiterfahrt unterbanden. Nach einem beweissicheren Atemalkoholtest wurde der Fahrzeugführer bei der Polizeiinspektion Schwandorf wieder entlassen. Ihn erwarten nun ein Bußgeld von mindestens 500 Euro, ein Fahrverbot sowie Punkte im Fahreignungsregister.

Steine gegen Spitalkirche geworfen, Dienststelle ausgespäht

Bereits am Donnerstagnachmittag, gegen 16:30 Uhr, ging bei der Polizei eine Meldung eines Mitarbeiters der Großen Kreisstadt Schwandorf ein: Im Bereich der Spitalkirche würden Personen Steine auf Fahrzeuge werfen. Vor Ort trafen die Beamten eine 23-jährige Schwandorferin mit deutscher und kasachischer Staatsangehörigkeit sowie einen 20-jährigen Deutschen aus Reichenbach an. Beide der Polizei bereits bekannte Personen hatten Steine gegen die Fassade der Spitalkirche geworfen, nicht gegen die zunächst gemeldeten Fahrzeuge. Aufgrund seines Verhaltens musste der junge Mann zunächst gefesselt werden. Beide erwartet nun ein Strafverfahren wegen versuchter Sachbeschädigung; der 20-Jährige wurde zudem vorübergehend in Gewahrsam genommen und später wieder entlassen. An den im Umfeld geparkten Fahrzeugen stellten die Beamten keine Beschädigungen fest.

Bereits gut zwei Stunden später, gegen 18:30 Uhr, fielen unweit davon zwei weitere Personen auf: Sie hielten sich im Bereich der Polizeidienststelle Schwandorf auf und notierten die Kennzeichen ein- und ausfahrender Fahrzeuge. Eine Streife kontrollierte beide und sprach im Anschluss einen Platzverweis aus.

Verkehrszeichen bei Wendemanöver beschädigt

Am Freitag gegen 12:30 Uhr meldete ein 45-jähriger Deutscher aus Vohenstrauß der Polizeiinspektion Schwandorf, dass ein von der B85 kommender Lastwagen an der sogenannten Globuskreuzung gewendet und dabei ein Verkehrszeichen beschädigt habe. Da sich der aufmerksame Zeuge das Kennzeichen gemerkt hatte, konnte eine Streife der Polizeiinspektion Roding den Sattelzug kurz darauf stellen. Den 26-jährigen Fahrer aus Tschechien erwartet nun ein Strafverfahren. Der Sachschaden am Verkehrszeichen wird auf rund 600 Euro geschätzt.

Polizei bittet um Hinweise

Im Fall der Sachbeschädigung an der Spitalkirche bittet die Polizei mögliche weitere Zeuginnen und Zeugen sowie Geschädigte, sich bei der Polizeiinspektion Schwandorf zu melden. Verkehrsteilnehmer sollten zudem grundsätzlich nicht unter Alkohol- oder Drogeneinfluss am Straßenverkehr teilnehmen. Eine Übersicht der gesetzlichen Promillegrenzen und Bußgelder bietet das Straßenverkehrsgesetz.